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Treffsicher und schwer zu halten: Fabian Schleusener (rechts) erzielte in den letzten zehn Spielen sechs Tore für den KSC. Foto: Ripberger
Treffsicher und schwer zu halten: Fabian Schleusener (rechts) erzielte in den letzten zehn Spielen sechs Tore für den KSC. Foto: Ripberger
26.02.2018

„Schleuse“ gut in Schuss: 6 Tore in den letzten 10 Spielen für den KSC

Karlsruhe. Die Mannschaft der Stunde in der Dritten Liga – das ist aktuell sicher der Karlsruher SC. Die Schützlinge von Trainer Alois Schwartz sind seit 15 Spielen ungeschlagen und haben in den 20 Spielen unter seiner Regie 15 Mal kein Gegentor „fressen müssen“, wie der KSC-Coach gerne sagt. Torhüter Benjamin Uphoff und seine Vorderleute bilden schon seit einigen Wochen die beste Abwehr der Liga. Nach dem 2:0-Erfolg (Halbzeit 0:0) gegen Chemnitz am vergangenen Sonntag sind die Wildparkprofis nun auch die beste Heimelf der Liga (zehn Siege, drei Unentschieden).

Großen Anteil am Erfolg des aktuell Tabellenvierten hat auch und speziell Fabian Schleusener. Der vom SC Freiburg ausgeliehene Stürmer schlüpfte beim KSC in die eigentlich Anton Fink zugedachte Rolle des „Goalgetters“. Während der gebürtige Bayer „Toni“ schon seit Wochen beziehungsweise elf Spielen – was die zählbaren Abschlüsse anbelangt – schwächelt, hat sich Schleusener mit sechs Toren in den letzten zehn Spielen zu den gefährlichsten Angreifern der Liga gesellt und rangiert – neben Benjamin Girth (SV Meppen) sowie Matthias Morys (VfR Aalen) – mit insgesamt zwölf Treffern auf Platz drei der Torjägerliste.

„Dafür“, sagt der in Freiburg geborene Offensiv-Allrounder, „habe ich hart gearbeitet.“ Denn am 7. Januar 2017 hatte er sich in einem Vorbereitungsspiel mit dem Drittligisten FSV Frankfurt gegen den Zweitligisten Würzburger Kickers im rechten Knie einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel für den Rest der vergangenen Saison aus.

Zum ersten Punktspiel der neuen Runde und dann als KSC-Spieler war Schleusener aber schon wieder so weit zurück, dass er gegen Osnabrück (2:2) ab der 81. Minute ein kurzes Comeback geben konnte. Die Einsatzzeiten steigerten sich, und seit Anfang Oktober ist „Schleuse“ aus der Startelf der Wildparkprofis nicht mehr wegzudenken. Und mit seinem „Doppelpack“ beim 2:0-Sieg des KSC gegen Würzburg am 14. Oktober „konnte ich dann auch Frieden mit meiner Verletzungspause machen.“

„Wenn er weiter so gut trifft“, sagte KSC-Sportchef Oliver Kreuzer vor Wochen, könne er sich nicht vorstellen, dass Schleusener auch nächstes Jahr noch das KSC-Trikot trägt. Höchstens, wenn man doch noch aufsteigt. Denn treffsichere Stürmer sind in allen Ligen rar, und Schleusener „gehört“ noch bis zum 30. Juni 2019 dem SC Freiburg. Seine fußballerische Zukunft lasse er einfach auf sich zukommen, sagt der vielseitige Angreifer selbst. „Jetzt freue ich mich erst einmal auf die letzten zwölf Spiele.“ Ob er sich dafür noch eine bestimmte Anzahl von Treffern zum Ziel gesetzt hat? „Nein. Natürlich wird man als Stürmer an Toren gemessen. Über allem steht aber der Erfolg der Mannschaft.“