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Foto: PZ-Archiv
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02.03.2018

Schleusener rettet KSC-Serie: 1:1-Remis in Lotte

Karlsruher Fußballer holen dank spätem Ausgleich einen Punkt. Beim 1:1 auswärts gegen Lotte bleiben einige Wünsche offen.

Mit einem blauen Auge ist der Karlsruher SC in Lotte davongekommen. Die Führung der stark ersatzgeschwächten Gastgeber durch Jaroslaw Lindner (51.) konnte Fabian Schleusener erst zehn Minuten vor dem Schlusspfiff ausgleichen – mit seinem 13. Saisontor. Das Fußball-Team von Trainer Alois Schwartz blieb damit auch im 16. Spiel hintereinander ungeschlagen.

Die erste Hälfte des Drittligaspiels im Tecklenburger Land verlief recht ausgeglichen und ohne große Aufreger. Der KSC hatte zwar schon nach 15 Sekunden die erste Ecke und nach etwas mehr als einer Minute einen Freistoß in aussichtreicher Position, konnte aus beiden Szenen aber kein Kapital schlagen. Die erste Tormöglichkeit verzeichneten deshalb die Hausherren. KSC-Keeper Benjamin Uphoff gelang es aber, den Schuss von Lindner aus der Drehung und aus etwa 16 Metern um den Pfosten zu drehen (3.).

In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem der Ball schnell und häufig den Besitzer wechselte. Positiv betrachtet könnte man sagen: eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung. Den meisten Ballverlusten gingen aber technische Fehler oder Fehlpässe voraus. Abschlüsse waren deshalb auf beiden Seiten Mangelware. Was Schleusener (6. und 32.), sowie Marc Lorenz (13. und 21.) aus ihren Möglichkeiten machen, war schwach. Und auf der anderen Seite verfehlte Alexander Langlitz den KSC-Kasten deutlich (39.).

„Wir haben gut angefangen“, sagte der Karlsruher Co-Trainer Dimitros Moutas in der Pause, „dann aber peu à peu nachgelassen. So holen wir hier nichts. Wir müssen aggressiver zu Werke gehen.“

Nur war davon nach dem Wiederanpfiff nichts zusehen. Vielmehr schoss Lindner von halb rechts knapp links am Karlsruher Tor vorbei (50.). Eine Minute später traf der offensiv auffälligste Sportfreund nach einem Doppelpass mit Andre Dej aus spitzem Winkel von rechts zum 1:0 für Lotte (51.). Ein Wachmacher war dies für die Wildparkprofis nicht. Die Schützlinge von Trainer Schwartz ließen weiterhin jede Ballsicherheit und Passgenauigkeit vermissen und stellten sich in den Zweikämpfen eher amateurhaft an.

Nach etwas mehr als einer Stunde hatte Schwartz genug vom stümperhaften Gekicke seiner Mannschaft und brachte Marco Thiede für Lorenz und Dominik Stroh-Engel an Stelle von Florent Muslija. Das zahlte sich in einer Überlegenheit aus, die in der 80. Minute, nach Vorarbeit von Stroh-Engel und Anton Fink, zum 1:1 durch Schleusener führte.