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Die TGS hat die richtige Reaktion auf die Klatsche gegen Zweibrücken gezeigt. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Die TGS hat die richtige Reaktion auf die Klatsche gegen Zweibrücken gezeigt. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
28.01.2016

Schlüsselspiel für die Handballer der SG Pforzheim im Duell mit der TSG Söflingen

„Da hast du mit dem Sieg bei Kronau/Östringen II die beste Eigenwerbung gemacht, mit der Kapelle tolle Stimmung in die Halle gezaubert und dann diese schwarze Vorstellung.“ Bei Spielern und Management von Handball-Drittligist TGS Pforzheim war man fassungslos nach der indiskutablen Heimleistung gegen den vom Abstieg bedrohten SV Zweibrücken. Das Team und die Mannschaftsleitung sind am Mittwoch nach dem Training noch einmal zusammen gesessen, haben analysiert, Tacheles geredet und für die Begegnung am Samstag bei H2Ku Herrenberg Wiedergutmachung versprochen.

Aber auch der Gang ins Gäu wird alles andere als einfach, denn Valentin Hörer, dessen Stellenwert als Spielmacher und Abwehrorganisator am Samstag erst so richtig offenkundig wurde, wird bei seinem früheren Brötchengeber weiterhin erkrankt passen müssen und nach der derzeitigen gesundheitlichen Verfassung ist auch mit dem Ausfall des erkrankten Martin Heuberger zu rechnen. Angeschlagen ist auch Florian Taafel, der aber trotz des im Zweibrücker Spiel erlittenen Sehnenanrisses in der linken Schulter wieder einmal auf die Zähne beißen will.

Das Problem beim Tabellen-Schlusslicht Herrenberg liegt ähnlich wie in Pforzheim in der schwachen Heimbilanz. Im Gegensatz zu den Wartbergern haben diese aber ihre Heimschwäche nicht in den fremden Hallen kompensieren können.

SG im Verfolgerduell

Mentale Aufbauarbeit war in dieser Woche auch von den Trainern der SG Pforzheim/Eutingen und der TSG Söflingen gefordert, deren Mannschaften sich am Samstag in der Bertha-Benz-Halle im Verfolgerduell der Oberliga Baden-Württemberg gegenüberstehen. Die Pforzheimer verloren nach acht Siegen ausgerechnet das Derby gegen den TV Bretten, die Ulmer das Spitzenspiel gegen den TV Willstätt, mit dem entscheidenden Gegentreffer in der Schlusssekunde. Sowohl in Pforzheim als auch in Ulm war das ein Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. Schon aus diesem Grunde wird es in der Bertha-Benz-Halle mit einem ganz hohen Einsatz in die Vollen gehen.

So sehr die zweite Saison-Niederlage gegen den TV Bretten, vor allem der Riss im Spiel nach einem 10:4-Start nach Maß, auch schmerzt, „wir richten unseren Blick nach vorne und werden alles geben, um die nächste Serie zu starten,“ ist Trainer Alexander Lipps optimistisch. Kapitän Manuel Mönch soll nach dreimonatiger Zwangspause am Samstag mithelfen, zwei Punkte zu sichern, während die Fußverletzung von Max Lupus weiterhin keinen Einsatz zulässt.

HSG nur Außenseiter

Mit einer ähnlichen Hypothek wie die TGS hat auch Frauen-Drittligist HSG TB/TG 88 Pforzheim am Samstag beim SV Allensbach anzutreten. Denn bei der ersten Vorstellung im neuen Jahr gegen den Namensvetter aus Freiburg blieb vor allem der viel gepriesene Rückraum der Pforzheimerinnen alles schuldig. Freilich erscheint die Aussicht auf Wiedergutmachung im Spiel am Bodensee wesentlich geringer, denn Allensbach zählt zum Spitzentrio der 3. Bundesliga Süd. Und gegen die großen Drei haben die Schützlinge von Trainer Matthias Cullmann bisher noch keinen Zähler verbucht. Auch im Heimspiel gegen Allensbach waren Nastja Antonewitch und ihre Mitstreiterinnen trotz des letztendlich knappen 25:28-Spielausgangs seinerzeit ohne Chance.