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Jetzt wird es ernst für Raphael Blum und Co.: Ab Samstag kämpft die TGS Pforzheim in der Abstiegsrunde der 3. Liga um den Klassenerhalt.  Foto: Hennrich/PZ-Archiv 

Schlüsselspiel im Odenwald: Für TGS Pforzheim beginnt am Samstag die Abstiegsrunde

Pforzheim. Mit der Auswärtsbegegnung beim TV Kirchzell nimmt die TGS Pforzheim am Samstag (19.30 Uhr) in der Dreifachsporthalle in Miltenberg die Spiele in der Abstiegsrunde auf. Die Wartberger (bisher Gruppe F) sind zusammen mit dem TV Kirchzell (bisher Gruppe E), TV Großsachsen (bisher Gruppe F), TV Plochingen und TV Willstätt (beide bisher Gruppe G) in der Abstiegsgruppe 7 eingeteilt.

In Hin- und Rückspielen messen sich die erwähnten Teams. Ausnahme: Die Mannschaften, die sich bereits in der Hauptrunde gegenüber standen, spielen nicht nochmal gegeneinander. Hier werden einfach die Ergebnisse beziehungsweise die Punkte aus den beiden Hauptrunden-Duellen mitgenommen. Für die TGS bedeutet dies, dass sie nicht nochmal auf den TV Germania Großsachsen trifft und mit 2:2 Zählern (die Pforzheimer verbuchten einen Sieg und eine Niederlage gegen den TVG) in die Abstiegsrunde startet. Die Teams, die am Ende auf Platz eins und zwei der Tabelle stehen, bleiben in der 3. Liga, die anderen drei steigen ab.

Da auch der TV Plochingen gegen den TV Willstätt einen Sieg und eine Niederlage in der Hauptrunde einfuhr, starten in Gruppe 7 vier von fünf Mannschaften mit 2:2 Punkten in die Abstiegsrunde. Der TV Kirchzell traf bisher auf keinen der Gruppenmitglieder und geht mit 0:0 Zählern in den zweiten Teil der Saison. Dafür hat der TVK aber nicht sechs, sondern acht Spiele und damit die Chance, in den zwei zusätzlichen Spielen vier Punkte zusammen- zusammeln.

Als Talentschmiede bekannt

Mit dem TV Kirchzell treffen die Pforzheimer auf einen bisher unbekannten Gegner. Ein unbeschriebenes Blatt im deutschen Handball sind die im unterfränkischen Dreiländereck Hessen, Bayern und Baden-Württemberg beheimateten Odenwälder allerdings nicht. Im Gegenteil: Der Dorfverein mit 2300 Einwohnern schafft es in regelmäßigen Abständen bundesligataugliche Spieler auszubilden. Aus Kirchzell hervorgegangene Nationalspieler sind die Torhüter Andreas Wolff, Carsten Lichtlein sowie die Feldspieler Heiko Grimm und Bernd Roos. Die Kirchzeller spielten bereits in der 2. Bundesliga, feierten schon eine deutsche Meisterschaft mit der B-Jugend und wurden mit der A-Jugend zweimal Vizemeister.

TGS-Coach Tobias Müller kann sein Team am Samstag auf einen gut ausgebildeten Gegner mit kompakter Abwehr und einem Angriff mit dem Mix aus Wurfgewalt und Tempohandball einstellen. Wenn man in Miltenberg bestehen will, muss bei den Pforzheimern vor allem das Rückzugsverhalten stimmen. Daran hat man in den letzten Tagen besonders geackert.

Fünf Siege sind wohl nötig

TGS-Boss Wolfgang Taafel, Trainer Tobias Müller sowie Kapitän Florian Taafel sind sich einig, dass um die Klasse zu halten fünf Siege aus den sechs Spielen gelingen müssen. Der erste Erfolg soll direkt am Samstag gegen Kirchzell gelingen. Auf Florian Taafel und Raphael Blum können die Pforzheimer dabei zählen. Sie werden auflaufen können. Ob Michal Wysokinski mit seiner Knieverletzung mitmischen kann, ist noch offen. Fabian Dykta sowie Roy James werden definitiv weiter ausfallen.