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Zum Rückrundenstart gegen Mainz mit Pierre Kunde Malong (Mitte), muss der VfB mit Kapitän Christian Gentner und Nikolas Gonzalez sehr aufmerksam sein. denn eine erneute Niederlage wäre ein weiterer herber Nackenschlag. Foto: Baumann
Zum Rückrundenstart gegen Mainz mit Pierre Kunde Malong (Mitte), muss der VfB mit Kapitän Christian Gentner und Nikolas Gonzalez sehr aufmerksam sein. denn eine erneute Niederlage wäre ein weiterer herber Nackenschlag. Foto: Baumann
18.01.2019

Schlüsselspiel in eigener Arena für abstiegsbedrohten VfB Stuttgart

Stuttgart. Der abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart begreift den Rückrundenauftakt gegen den FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) als Chance. „Wir spüren den Druck die ganze Zeit, aber es ist auch ein Neustart“, sagte Trainer Markus Weinzierl und ergänzte: „Wir gehen positiv rein.“

Zugang Zuber ist fit

„Wir haben die Zeit zur Vorbereitung inklusive Trainingslager intensiv genutzt“, erklärte Cheftrainer Weinzierl. Die Zugänge – ausgenommen der gerade erst verpflichtete Ozan Kabak – seien integriert und hätten verstanden, „wie wir spielen wollen“. Steven Zuber absolviert nach seiner Knöchelverletzung das komplette Mannschaftstraining. „Von daher“, so Weinzierl, „bin ich zuversichtlich, dass wir einen guten Start hinlegen können“.

Die Qual der Wahl

Der VfB hat erstmals seit Langem die komfortable Situation, dass bis auf Benjamin Pavard (Muskelbündelriss im Oberschenkel) alle Spieler am Training teilnehmen. Alle seien zu 100% einsatzfähig und damit Kandidaten für den Kader gegen Mainz. Durch die Zugänge Zuber und Alexander Esswein eine Konkurrenzsituation wie unter Weinzierl noch nie. Der 44-Jährige kann erstmals nach dem Leistungsprinzip entscheiden, wer spielt und wer nicht.

In der Entwicklung

Es wurde zuletzt intensiv daran gearbeitet, defensiv kompakter zu stehen und weniger Aktionen des Gegners zuzulassen. “In der Offensive haben wir mehr Schnelligkeit im Spiel“, berichtet der Coach. Dadurch will man über die Umschaltbewegung gefährlicher werden. Vor allem braucht der VfB aber mehr Tore. In den Testspielen hat das Team um Kapitän Christian Gentner gezeigt, dass diese Entwicklung voranschreitet.

Richtungweisender Auftakt

Der Start wird entscheidend für den Tabellen-16. (14 Punkte). „Es wäre wichtig, den Auftakt erfolgreich zu gestalten“, so Weinzierl. Abgesehen von der Partie beim FC Bayern wird das Auftaktprogramm (neben Mainz noch Freiburg und Düsseldorf) für Stuttgart definitiv richtungweisend. „Das sind Spiele, in denen wir punkten und uns dadurch gegen direkte Konkurrenten Luft verschaffen müssen“, wird der Bayer deutlich.

Mehr Stabilität muss her

Die Konkurrenz im Abstiegskampf ist nicht zu unterschätzen, sie war in der Vorrunde zum größten Teil stabiler als der VfB. “Da müssen wir uns im Vergleich zu den vergangenen Monaten steigern“, fordert Weinzierl. Die Situation sei allen bewusst. Diese werde sich aber nicht so schnell ändern, prophezeit der Coach. “Das wird eine langwierige Angelegenheit – aus Stuttgarter Sicht hoffentlich nicht bis zum letzten Spieltag.

Unangenehme Mainzer

Mainz, gegen das man zum Saisonauftakt 0:1 verlor, hat mittlerweile 21 Punkte. “Sie sind unangenehm“, sagt Weinzierl. Vor allem die „offensive Wucht“ in Person von Jean-Philippe Mateta und Robin Quaison. Aber auch die defensive Struktur im Team von Sandro Schwarz wird den Hausherren alles abverlangen.

Führungsachse gefordert

Im Trainingslager hat Weinzierl mit Torhüter Ron-Robert Zieler, Marc Oliver Kempf, Dennis Aogo, Christian Gentner und Mario Gomez eine „Achse“ benannt, die Verantwortung übernehmen soll. Von ihnen erwartet er, „dass sie auf und neben dem Platz die Mannschaft führen“. Die Qualität dazu haben diese Spieler zweifellos. Nun gilt es für das Quintett, dies auch umzusetzen. Die Achse soll Stabilität bringen und „das Ganze tragen“.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Ascacibar, Baumgartl, Kempf, Sosa – Aogo, Gentner – Esswein, Zuber, Thommy - – Gomez