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Patrick Zweigner (links).  Foto: PZ-Archiv, Ripberger 

Schlüsselspiel um Ligaerhalt: TGS Pforzheim will in Handball-Heimpartie gegen Haßloch schwarze Serie beenden

Pforzheim. Pforzheims Handballfreunde haben sich in den Heimspielen der TGS Pforzheim eigentlich Schlüsselspiele im Kampf um die Meisterschaft erhofft, nach einem bisher ernüchternden Saisonverlauf sind daraus zwischenzeitlich wegweisende Spiele um den Ligaerhalt geworden. Ein solches steigt auch am Samstag zur gewohnten Anwurfzeit um 19 Uhr in der Bertha-Benz-Halle, Gegner der Wartberger ist die TSG Haßloch, die genauso wie die Pforzheimer elf Pluspunkte aufweist.

Fünf Pleiten in Folge

Bezüglich der Stimmungslage in beiden Lagern gibt es freilich derzeit wesentliche Unterschiede, während die Pfälzer nach zwei Siegen, darunter sogar gegen das Perspektivteam der Rhein-Neckar Löwen, nach Pforzheim kommen, weist die TGS eine Negativserie von fünf Niederlagen, dies ist wohl die schwärzeste Serie seit ihrer Zugehörigkeit in der 3. Handballliga, auf.

Auch beim letzten Auftritt bei der SG Backnang/Oppenweiler hat man nach wie vor vergeblich auf den Ruck in den Reihen der Wartberger gewartet. 45 Minuten, das erste Viertel des Spiels und die gesamte zweite Spielhälfte waren zwar gar nicht so übel, indiskutabel hingegen die Viertelstunde vor der Pause, als man die Gastgeber, verursacht durch extreme Ballverluste, vom 6:8-Zwischenstand auf den 7:16-Pausenstand wegziehen ließ. Positiv ist, dass die Mannen von Spielertrainer Florian Taafel den zweiten Durchgang im Murrtal mit vier Treffern Differenz für sich entschieden. Außerdem, dass unter der nun von Patrick Zweigner übernommenen Regie im Rückraum nunmehr wesentlich mehr Sicherheit ins Angriffsspiel der Pforzheimer kam und dass Christopher Bregazzi mit fünf Treffern in Folge das Geschehen auf der rechten Außenbahn deutlich belebte.

Im Vergleich mit den Haßlochern muss sich die TGS morgen aber taktisch auf einen ganz anderen Gegner einstellen. Die Pfälzer praktizieren eine kompakte 6:0-Deckung, das bedeutet für die Pforzheimer aus dem Rückraum zu treffen oder über Tempogegenstöße schnelle, sogenannte „leichte“ Tore zu markieren. Weil der TGS neben Florian Taafel mit dem am Sprunggelenk verletzten Michael Oehler nun auch noch ein weiterer Rückraumschütze fehlt, wird man sich deshalb wohl vor allem auf schnelle Vorstöße verlegen müssen. Dies bedeutet freilich über einen stabilen und konzen-trierten Abwehrblock und einen starken Keeper Ballgewinne zu erzielen, um die Gegenstöße einleiten zu können. Aufgaben, die gegen so abgezockte Rückraumkanoniere des Gegners wie Elvijs Borodovskis und Kevin Seelos sicher nicht einfach werden.