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Michal Wysokinski (am Ball) und die TGS Pforzheim kämpften gegen Haßloch mit aller Kraft gegen die Niederlage an.  Foto: Becker 

Schmerzhafte Niederlage: TGS verliert nach großem Kampf gegen Haßloch

Pforzheim. In doppelter Hinsicht schmerzhaft ist die Heimniederlage der TGS Pforzheim gegen die TSG Haßloch. Das 33:36 (16:18) könnte in der nahenden Abstiegsrunde der 3. Handball-Liga noch eine Rolle spielen, weil Haßloch dort ein potenzieller Gegner ist. Außerdem gibt es möglicherweise den nächsten Ausfall zu beklagen. Kreisläufer Michal Wysokinski musste in der 40. Minute mit einer schweren Knieblessur vom Feld.

Die Zuschauer in der Bertha-Benz-Halle sahen am Samstagabend eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit einem am Ende verdienten Sieg der „Bären“ aus der Pfalz. Die haben nun noch Chancen, die Abstiegsrunde aus eigener Kraft zu umgehen. Bei der TGS hingegen richten sich schon aller Augen auf die in diesem Jahr ungewöhnliche Saisonverlängerung. Um in der Spielrunde 2022/23 wieder auf 72 Teams in der 3. Liga zu kommen, werden in einer Abstiegsrunde in sieben Gruppen insgesamt 26 Absteiger in die Oberligen ermittelt. Eine absolute Rosskur, sagen Experten. Mängel in der Deckung, im Rückzugverhalten und in der Chancenverwertung waren für TGS-Coach Tobias Müller ausschlaggebend für die Niederlage. „Wir haben dem Gegner ein Tor nach dem anderen geschenkt“, kritisierte Müller. Und vorne habe man es durch schwache und unkonzentrierte Würfe dem starken Haßlocher Torhüter Marco Bitz allzu leicht gemacht.

Gegen die Hünen in der Haßlocher Deckung hatte der TGS-Angriff zunächst große Probleme. 3:10 stand es nach 14 Minuten. Doch der legendäre Kampfgeist der „Herzblut“-Handballer sorgte dafür, dass man in der 25. Minute wieder auf 15:15 dran war. Zur Pause stand es 16:18. Alles war wieder möglich.

Umso mehr, da man nach dem Wechsel sogar in Führung ging. Der an diesem Abend bärenstarke Lucas Gerdon, der acht Tore erzielte, markierte in der 33. Minute das 19:18 für die „Roten.“ Doch Haßloch hatte immer eine passende Antwort parat und nutzte die Fehler der Hausherren gnadenlos aus. Hinzu kam Pech: In der 40. Minute prallte TGS-Kapitän Florian Taafel nach einer Angriffsaktion unglücklich mit Michal Wysokinski zusammen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht musste der Kreisläufer vom Feld geführt werden. Nach diesem Ausfall musste Trainer Tobias Müller noch einmal auf die Platte, um in der Deckung auszuhelfen.

Entscheidende Minuten

Die Partie blieb eng und spannend bis wenige Minuten vor Schluss. Doch immer, wenn die TGS dran war, schlug Haßloch eiskalt zurück. Entscheidend war die Phase zwischen der 55. und 58. Minute, als die Gäste von 30:32 auf 30:34 wegzogen. Auch der Verzicht auf den Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers hatte bei den TGS-Angriffen nicht den erhofften Effekt.

Jetzt richtet sich der Fokus der Turngesellen auf das Derby am kommenden Samstag (20 Uhr) gegen die SG Pforzheim/Eutingen. Mit Blick auf die Abstiegsrunde ist dieses Spiel sportlich gesehen nicht wichtig für die TGS, weil die SG dort kein Gegner sein wird. Sehr wichtig hingegen ist das dann folgende Spiel bei der HSG Friesenheim-Hochdorf, ein möglicher Gegner in der Abstiegsrunde. Denn die Punkte aus diesen Spielen werden bekanntlich mitgenommen.