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FC Nöttingen

Der ist drin: Nöttingens Sebastian Schönthaler (Mitte in Weiß) setzt sich gegen Backnangs Daniel Lang durch und köpft zum 1:0 ein. Hinten links Michael Schürg. Foto: Eibner
Der ist drin: Nöttingens Sebastian Schönthaler (Mitte in Weiß) setzt sich gegen Backnangs Daniel Lang durch und köpft zum 1:0 ein. Hinten links Michael Schürg. Foto: Eibner
06.09.2018

Schönthaler mit Köpfchen: Abwehrspieler liefert FC Nöttingen gegen Backnang den Sieg

Backnang. Es müssen nicht immer fünf Tore sein, um glücklich zu sein. Es reicht auch mal nur ein Treffer. Nach dem 5:2 gegen den FV Linx am vergangenen Freitag feierte der FC Nöttingen am Mittwoch einen 1:0-Sieg bei der TSG Backnang.

Dem ersten Heimsieg der Saison in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg folgte also der erste Auswärtsdreier. Verantwortlich dafür war Sebastian Schönthaler, der in der zehnten Minute Köpfchen bewies. Eine Ecke von Marco Manduzio drückte er mit voller Wucht über die Linie. Es sollte der einzige Treffer bleiben, obwohl der FC Nöttingen vor rund 120 Zuschauern das Spiel mit mehr Kaltschnäuzigkeit hätte früher entscheiden können. So mussten Timo Brenner und Co. in einem Kampfspiel am Ende noch um den Sieg bangen.

„Der erste Auswärtssieg und dann noch zu Null, damit kann man natürlich zufrieden sein“, meinte Nöttingens Trainer Michael Wittwer nach der Partie. „Dennoch hätten wir einige Konter konzentrierter zu Ende spielen müssen, dann wäre es zum Schluss nicht nochmal so spannend geworden.“

Wittwer ließ gegen Backnang fast die gleiche Elf auflaufen, die auch zuletzt gegen Linx überzeugte. Allerdings musste er im Tor einen Wechsel vornnehmen. Für Robin Kraski, der sich am Montag im Training eine Zerrung oder womöglich sogar einen Faserriss im Oberschenkel zuzog, stand Patrick Aust zwischen den Pfosten und war mit einigen starken Paraden am Ende maßgeblich am Auswärtserfolg beteiligt. Vor allem sein Reflex in der 26. Minute nach einem Schuss aus kürzester Distanz von Backnangs Julian Schiffmann war überragend. Die Nöttinger hatten besonders in den ersten 25 Minuten den Gegner voll im Griff, spielten sehr aggressiv und hatten auch durch Leo Neziraj und Mario Bilger die ein oder andere Chance.

Mit zunehmender Spieldauer ließen die Nöttinger aber den Gegner ins Spiel kommen und zeigten einige Schwächen in der Hintermannschaft. Die größte Chance des Gastgebers vergab Jannik Dannhäußer, der von halblinks im Strafraum abzog. Sein Schuss ging nur knapp am rechten Pfosten vorbei. „Über 90 Minuten gesehen, ist der Sieg auch ein bisschen glücklich“, meinte Michael Wittwer nach dem Schlusspfiff. Doch er blickt nach vorne. „Wenn wir jetzt unser Heimspiel gegen Freiberg gewinnen, sind wir in der Tabellenregion, wo wir hinwollen.“