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Neuzugang mit Bundesliga-Erfahrung: Christian Heuberger, hier beim Benefizspiel gegen Jörg Kunze von den DHB All-Stars. PZ-Archiv, Gössele 

Schritt für Schritt nach oben: TGS Pforzheim steht vor einer spannenden Drittliga-Saison

Das Benefizspiel gegen die All-Stars des Deutschen Handball-Bundes (DHB) hat Spaß gemacht. Doch jetzt wird es ernst für die Drittliga-Handballer der TGS Pforzheim. Am Samstag um 20.00 Uhr fällt mit der Partie beim SV Salamander Kornwestheim der Startschuss für die neue Saison.

Für die TGS ist es in doppelter Hinsicht eine besondere Saison. Aufgrund vielversprechender Neuzugänge wird dem Team von Trainer Andrej Klimovets ein Platz im vorderen Drittel oder noch ein bisschen mehr zugetraut. Und die Heimspiele werden in der schmucken neuen Bertha-Benz-Sporthalle ausgetragen. Ein neues Handball-Kapitel wird damit aufgeschlagen.

Das neue Handball-Feeling hat den Aktiven der TGS am vergangenen Samstag gegen die Ex-Weltmeister des DHB schon mal sehr gut gefallen. „Die Halle ist richtig schön, vor allem, wenn so viele Leute da sind“, sagte Nils Brandt nach der mit 30:28 gewonnenen Partie vor 1200 Fans. „Wenn die Halle so voll ist, ist es einfach überragend, hier zu spielen“, freute sich auch Kapitän Florian Taafel. Doch erst mal müssen sich die Handballer der TGS auswärts beweisen. „Kornwestheim ist ein harter Brocken. In der Rückrunde der vergangenen Saison war das eines der besten Teams“, warnt TGS-Handballboss Wolfgang Taafel vor der Mannschaft, die von dem Pforzheimer Dänen Hans Christensen trainiert wird.

Abstimmung fehlt noch

In der schweißtreibenden Vorbereitung musste Andrej Klimovets acht Neuzugänge integrieren. Kein einfaches Unterfangen. Deshalb glaubt Wolfgang Taafel auch, „dass der Start holprig werden könnte“. Vor allem in der Abwehr fehlt noch die Abstimmung, zumal Klimovets selbst nicht mehr ins Geschehen eingreifen möchte und gerade in der Deckung fehlt. Auch Markus Bujotzek ist verletzt, die Alternative für Kapitän Florian Taafel in der Abwehr. Rückkehrer Valentin Hörer laboriert an einer Fußverletzung, kann in Kornwestheim aber voraussichtlich spielen.

In Bestbesetzung zählt das neue Team der TGS sicher mit zum Besten, was die 3. Liga Süd aktuell zu bieten hat. Deshalb wird das Team vom Wartberg mancherorts sogar zum Kreis der Mitfavoriten gezählt. Torhüter Daniel Sdunek stand zuletzt beim Bundesliga-Aufsteiger TV Bittenfeld im Tor. Er bildet zusammen mit Jonathan Binder sicher eines der besten Torhüter-Gespanne der 3. Liga.

Gute Alternative

Bundesliga-Erfahrung hat auch Christian Heuberger, der aus Bietigheim kommt und als Kreisläufer den starken Michal Wysokinski ersetzen soll. Der Kroate Davor Sruk ist eine zweite gute Alternative am Kreis. Der kroatische Linkshänder Filip Prsa überzeugt durch seine Dynamik. Er soll im Rückraum Nils Brand entlasten.

„Wir sind auf jeden Fall breiter aufgestellt. Deshalb glaube ich auch, dass wir besser abschneiden können, als in der vergangenen Saison“, erklärt Wolfgang Taafel. Ende Mai stand die TGS auf Platz neun im Feld der 16 Drittliga-Mannschaften.

Gerade im Spiel gegen die DHB All-Stars wussten auch Rückkehrer Hagen Körner (Linksaußen) und die Zwillinge Julian und Florian Rost (Links- und Rechtsaußen), die aus dem eigenen Nachwuchs kommen, zu überzeugen.