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Ein Wolfsburger wird Westfale: André Schürrle dribbelt künftig für Borussia Dortmund. Foto: dpa
Ein Wolfsburger wird Westfale: André Schürrle dribbelt künftig für Borussia Dortmund. Foto: dpa
22.07.2016

Schürrle geht zu Dortmund und soll die Abwehrreihen schocken

Dortmund. Borussia Dortmund verpflichtet den Wolfsburger Schürrle als Ersatz für Mchitarjan. Damit hat der BVB seine Transfers für die Offensiv-Abteilung erledigt.

Borussia Dortmund ist in einen regelrechten Kaufrausch geraten. Nur einen Tag nach der Verpflichtung des bisherigen Bayern-Profis Mario Götze nahmen die Schwarzgelben einen zweiten Fußball-Weltmeister unter Vertrag: André Schürrle verlässt nach eineinhalb Jahren den Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg und schließt sich den Westfalen an. Der 25-Jährige soll den BVB rund 30 Millionen Euro kosten, er bekommt einen Vertrag bis 2021.

„Borussia Dortmund ist einer der Top-Vereine in Europa mit einem starken und extrem spannenden Kader“, ließ Schürrle in einer gestern vom BVB verbreiteten Reaktion wissen. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Kraft der BVB durch das Zusammenspiel mit seinen Fans entwickeln kann und freue mich schon jetzt, das alles zum ersten Mal nicht als staunender Gegner, sondern als Teil des Ganzen erleben zu dürfen.“

Großer Überzeugungswille

Schürrle kann es nach eigenem Bekunden kaum erwarten, nach dem EM-Urlaub Anfang August mit dem Training zu beginnen. Er zeigte sich entschlossen, die Menschen in Dortmund davon überzeugen zu wollen, „dass es richtig war, mich zu verpflichten“.

Mit dem achten Zugang für die kommende Spielzeit überschreitet der achtmalige deutsche Meister die Ausgabengrenze von 100 Millionen Euro – verschmerzbar bei Transfereinnahmen von ebenfalls über 100 Millionen für Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrich Mchitarjan. BVB-Sportdirektor Michael Zorc bezeichnete Schürrle als Spieler „mit herausragendem Offensivpotenzial, der zudem sehr passsicher ist und sich auch in der Defensivarbeit immer wieder geschickt einbringt“. Weitere Zugänge für den Angriff schloss Zorc aus: „Dieser Transfer komplettiert unsere Offensive für die Saison 2016/2017.“

Der Wechsel Schürrles zu seinem früheren Mainzer Trainer Thomas Tuchel kommt nicht überraschend. Wolfsburg-Manager Klaus Allofs hatte unlängst wissen lassen, dass Offensiv-Ass Schürrle sich den Wechsel zum BVB vorstellen könne. Beim Meisterschafts- und Pokal-Zweiten Dortmund soll der Neue vor allem Ersatz für den zu Manchester United transferierten Armenier Mchitarjan werden.

Mit dem Schürrle-Wechsel setzt sich „der größte Umbruch der vergangenen zehn Jahre“, von dem Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Anfang Juli gesprochen hatte, nahtlos fort.