760_0900_108516_ufa_Andr_Link_0092.jpg
Überzeugte mit persönlicher Bestleistung: André Link.  Foto: PZ-Archiv, Faulhaber 

Schützen des KKS Königsbach sichern Klassenerhalt in 1. Bundesliga Süd

Königsbach-Stein/Kastl. Den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd haben die Luftgewehrschützen des KKS Königsbach vorzeitig gesichert. Bei ihrem knappen 3:2-Sieg gegen den SV Germania Prittlbach (Ausrichter SV Hubertus Kastl) stand dem Team von Trainer Jens Müller das Glück des Tüchtigen zur Seite. Schon im Vorfeld hatte Müller vor der Stärke der Prittlbacher gemahnt, die durch bisherige Besetzungsprobleme auf Rang neun der Tabelle zurückgefallen waren. Doch diesmal war alles anders.

Prittlbach trat zum ersten Mal in dieser Saison in Vollbesetzung an und konnte, im Gegensatz zu den Königsbachern, auf alle Top-Kräfte zurückgreifen. „Uns war klar, dass wir alles abrufen mussten, was wir können, um hier zu punkten“, so der KKS-Coach. Die Einstellung seiner Schützen habe von Beginn an gestimmt, die Mannschaft sei mit einem unbändigen Willen in dieses Match gegangen. Doch schon in den ersten Serien zeichnete sich ab, dass Bernd Fränkle und Yvonne Wrobel auf Position vier und fünf auf verlorenem Posten standen. Fränkle (387) unterlag Julia Bauer (395) und Wrobel (382) konnte gegen Anna-Lena Geuther (390) ihre Möglichkeiten ebenfalls nicht abrufen.

„Dafür brannte auf den ersten drei Positionen von Beginn an die Luft“, wie Müller hellauf begeistert feststellte. „Wir, wie auch Prittlbach, erwischten einen sehr guten Einstieg in den Wettkampf, und das Niveau war extrem hoch“, so der Trainer. Judith Gomez hat mit ihrer gewohnt hohen Geschwindigkeit ihren Wettkampf an Position drei mit hervorragenden 397 Ringen gegen Franz Sebastian (396) ins Ziel gebracht, es hat aber einige Zeit gedauert, bis dieser Punkt eingetütet werden konnte. Christian Brenneisen (398) hatte es an Position zwei mit Isabella Straub (397) zu tun, einer von zwei deutschen Teilnehmerinnen beim Weltcupfinale der vergangenen Woche. Nach einer 98er Serie zu Beginn legte Brenneisen dreimal 100 Ringe nach. Persönliche Bestleistung für ihn und der zweite Punkt für sein Team. André Link (398) war gegen Rebecca Köck (397) ebenfalls von Anfang fokussiert. „Er hat auf allerhöchstem Niveau agiert und es verstanden, zeitlichen Druck aufzubauen und trotzdem fehlerfrei zu bleiben“, lobte Müller. Auch für Link war es persönliche Bestleistung in der Liga.

Lob vom Trainer

„Christian und André haben eine Konzentrationsleistung abgerufen, die uns am Ende die Punkte brachte. In dieser Situation so selbstbewusst und hochklassig zu agieren, zeugt von einer hohen Klasse“, zollte der Coach Anerkennung. „Für uns bedeutet das schon jetzt den frühzeitigen Klassenerhalt. Wir haben den Rücken frei und können nach vorn schauen. Das war alles andere als selbstverständlich, da ein Großteil der Mannschaft dieses Jahr einschneidende berufliche Veränderungen hinter sich hat oder noch mittendrin steckt.“ Dazu seien noch Verletzungen gekommen, die teilweise intensives Training unmöglich gemacht hätten.

In zwei Wochen geht’s für die Königsbacher gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer Vöhringen. „Wir freuen uns drauf“, so Müller.

Alle Ergebnisse von den KKS-Schützen im Internet unter bundesliga.dsb.de.