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Gleich vier Gegenspieler stoppen hier Wilddogs-Runningback Devon Sanders mit vereinten Kräften. Foto: J. Keller

Schwache Halbzeit, herber Dämpfer: Pforzheim Wilddogs verlieren erstes Heimspiel gegen Stuttgart

Pforzheim. Wie gewonnen, so zerronnen: Die Pforzheim Wilddogs, die mit dem Sieg in Heilbronn so erfolgreich in die Regionalliga-Saison gestartet waren, kassierten im ersten Heimspiel gegen Aufsteiger Stuttgart Silver Arrows einen herben Dämpfer.

Mit 12:20 (0:14) zog das Football-Team aus der Goldstadt vor 800 Zuschauern im heimischen Holzhofstadion den Kürzeren.

Es lag vor allem an der schwachen ersten Halbzeit, dass die Wildhunde unterlagen. Dabei hatte die Partie scheinbar nach Maß begonnen, als Returner John Harris den Stuttgarter Kickoff zurück in die gegnerische Endzone trug. Doch der Jubel verstummte schnell, die Schiedsrichter hatten ein Foul gesehen.

In der Folge bewegten beide Seiten den Ball zwar ordentlich, doch zu Punkten kam im ersten Viertel kein Team. Daran konnten auch gute Läufe von Theo Michel und Devon Sanders sowie gefangene Bälle von David Gauß nichts ändern. Die Pforzheimer kamen auch im zweiten Viertel nicht auf Touren. Die Stuttgarter hingegen, die in roten Leihtrikots der Leonberg Alligators aufliefen, weil ihre mitgebrachten silbernen Jerseys denen der Pforzheimer zu ähnlich waren, nahmen nun Fahrt auf und der Quarterback der Gäste brachte die ersten Punkte auf die Anzeigentafel (0:7). Zwar eroberte John Harris durch eine Interception beim nächsten Stuttgarter Ballbesitz schnell das Lederei zurück, doch der Pforzheimer Offensive um Quarterback Chris Treister, dirigiert von Offense-Coordinator Tobias Scheurer, wollte einfach nichts gelingen. Dann nahm auch die Zahl der Strafen zu und Stuttgart nutzte das aus, um zum 14:0-Pausenstand zu erhöhen.

Die Kabinenansprache von Defense-Coordinator Michael Lang konnte man bis auf die Tribüne hören. „Zu schwammig, zu lustlos“, lautete die Kritik. Kein Vergleich zum Auftritt in Heilbronn. Pforzheim kam motiviert aus der Halbzeit, doch der Rückschlag folgte auf den Fuß, als die Stuttgarter auf 20:0 erhöhten.

Danach gelangen auch den Wilddogs endlich die ersten Punkten. Devon Sanders lief in die Endzone – es stand 6:20. Die Abwehr stand nun und im Angriff fing Christopher Herr einen Touchdown-Pass zum 12:20. Beide Male gelang die Two-Point-Conversion aber nicht.

Nun begann den Wilddogs die Zeit davonzulaufen. Eine Minute vor Spielende eroberten die Gastgeber ein letztes Mal den Ball zurück, aber der letzte Pforzheimer Pass landete in den Armen der Stuttgarter.

„Die erste Halbzeit war nichts. Wir kamen nicht ins Spiel“, ärgerte sich Michael Lang. Auch Head-Coach und Quarterback Chris Treister war mehr als unzufrieden: „Das müssen wir jetzt abhaken und nach vorne schauen. In zwei Wochen geht es hier zu Hause gegen Holzgerlingen. Genug Zeit, um das hier zu verdauen.“ Auch Tobias Scheurer war frustriert: „Eine solche Leistung können wir uns kein zweites Mal erlauben“, sagte der Offense-Coordinator.