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Vor seinem Unfall war Dominik Vincon noch flott unterwegs. Foto: Mennicke
Vor seinem Unfall war Dominik Vincon noch flott unterwegs. Foto: Mennicke
21.09.2016

Schwerer Motorrad-Unfall zwingt Vincon zum vorzeitigen Saisonende

Oschersleben. Der letzte Lauf der Langstrecken-WM in der Saison 2016 in Oschersleben endete für den Knittlinger Motorradfahrer Dominik Vincon tragisch. Er stürzte im Qualifying und verletzte sich schwer. Als führendes Team war Vincon mit seinen zwei Teamkollegen Stefan Kerschbaumer und Bastien Mackels nach Oschersleben gereist. Der 25-jährige Knittlinger wollte sich den Weltmeistertitel in der Langstrecken-WM in der Stockklasse holen.

Doch anstelle als Weltmeister abzureisen stürzte, Vincon beim Kampf um den Superstock 1000 WM-Titel und verletzte sich schwer. Daraufhin konnte er am Acht-Stunden-Rennen nicht mehr teilnehmen.

Im Qualifying hatte sich Vincon verbremst und musste geradeaus fahren. „Eigentlich kein Problem“, berichtete er, „allerdings hat mir die Auslaufzone nicht gereicht und ich bin voll in die Leitplanke geflogen.“ Da diese nicht von Reifenstapeln oder Ähnlichem gepolstert war, war der Aufprall recht unsanft. „Es ging einfach verdammt schnell und auf einmal lag ich hinter der Leitplanke“, berichtet Vincon. Der Knittlinger flog über die Streckenbegrenzung und bemerkte sofort, was los war: „Mein Oberschenkel und mein rechter Unterarm waren gebrochen.“

Mittlerweile wurde Dominik Vincon durch zwei Operationen weitestgehend versorgt. Im Oberschenkel befindet sich ein 36 Zentimeter langer Nagel, der Unterarm wurde mit zwei Platten an Elle und Speiche mit vier beziehungsweise sechs Schrauben fixiert. Die Genesung macht Fortschritte. Der Unterarm ist kaum noch eingeschränkt. Dagegen machen der Oberschenkel und die Beugung des Knies noch größere Probleme, berichtet Vincons Management. In ein paar Wochen soll er den Oberschenkel aber wieder voll belasten können. Die Saison 2017 steht schon wieder voll in Planung.