760_0900_73048_Maximilian_Mitzel_2.jpg
Treibt manchen Gegner zur Verzweiflung: Maximilian Mitzel, der mit Drittligist TGS Pforzheim trotz Verletzungssorgen für positive Schlagzeilen sorgt. Beim 36:28 gegen den TSV Neuhausen warf der Neuzugang fünf Tore. Becker/PZ-Archiv

Schweres Auswärtsspiel: TGS Pforzheim muss nach Haßloch

Der Handball-Drittligist TGS Pforzheim muss am Samstag zur TSG Haßloch. In der vorigen Saison waren die Pfälzer ein gern gesehener Gegner: Auswärts siegte die TGS mit 25:24 und in der Bertha-Benz-Halle mit 29:23.

In dieser Runde ist Haßloch, das vorige Saison phasenweise sogar zu den gefährdeten Mannschaften zählte, wesentlich besser aus den Startblöcken gekommen. Mit 9:5-Punkten steht das im Ballungsraum Mannheim/Ludwigshafen beheimatete Team sogar um einen Zähler besser als die Pforzheimer. Haßloch ist Tabellendritter und hat zuletzt in vier Begegnungen sieben Punkte geholt. Der jüngste Sieg war wohl am wenigsten einkalkuliert: Beim amtierenden Meister SG Nußloch gab es einen 28:25-Erfolg.

Unter Trainer Tobias Job, dem dritten der Job-Brüder auf der Trainer-Bank, ist Hochdorf vor allem im Kollektiv stärker geworden. Elvijs Boradovskis und Florian Kern sind Werfer mit überdurchschnittlichen Qualitäten. Neu im Team ist seit dieser Saison Keeper Malte Röpcke, der auch schon den Dress der SG Pforzheim/Eutingen trug.

Angesichts der Leistung der TGS gegen den Hut ziehen: Bemerkenswert, wie die Wartberger dem Verletzungspech trotzten und dem Gegner von den Fildern auch ohne Rückraumspieler wie Evgeni Prasolov, Filip Prsa und Markus Bujotzek nicht weniger als 36 Bälle ins Netz setzten. Da zumindest zwei der drei noch länger ausfallen, hat man inzwischen Nägel mit Köpfen gemacht: Der verbliebene Rückraum-Stamm Florian Taafel und Maris Versakovs hat Eduard Klyuyko an die Seite gestellt bekommen. Von diesem 25-jährigen, in Deutschland aufgewachsenen Ukrainer, darf man aber keine Wunder erwarten: Er ist nicht nur neu, sondern hat eine lange Verletzungspause hinter sich. Nachwuchsspieler wie Trainersohn Alexander Klimovets, der gegen Neuhausen gleich eine Sternstunde hatte oder Fabian Dykta werden bei der TGS künftig mehr Verantwortung übnehmen.

Stark bei den Pforzheimern sind derzeit auch die Spieler vom Kreis, der antrittsschnelle Torjäger und nervenstarke Siebenmeterschützen Marco Kikillus, der aufblühende Michal Wysokinski und Neuzugang Maximilian Mitzel, der auf der linken Außenbahn selbstsicher agiert.