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Aufatmen kann Silke Lippok nach dem Vorlauf über 200 Meter Freistil bei der Schwimm-EM. Das Pforzheimer Ausnahmetalent zog mit der drittschnellsten Zeit in die Vorschlussrunde ein.
lippok © Bernd Thissen
13.08.2010

Schwimm-EM: Silke Lippok wird Zweite im Vorlauf

BUDAPEST/PFORZHEIM. Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest haben am Freitag alle fünf deutschen Starter den Sprung ins Halbfinale geschafft. Dabei unterstrich Staffel-Europameisterin Silke Lippok über 200 Meter Freistil ihre gute Form. Die erst 16 Jahre alte deutsche Meisterin aus Pforzheim wurde hinter Italiens Superstar Federica Pellegrini in 1:58,92 Minuten Zweite in ihrem Vorlauf und zog mit der drittschnellsten Zeit in die Vorschlussrunde ein.

"Auf den letzten 50 Metern geht auf jeden Fall noch was. Ich bin froh, dass es so gutlief, denn am Morgen habe ich mich gar nicht gut gefühlt", sagte die fünfmalige Junioren-Europameisterin, die auf der Bahn neben Pellegrini schwamm. "Es ist egal, ob es eine Pellegrini oder eine andere ist. Ich schaue nur auf mich", gab sich die deutsche Meisterin selbstbewusst. Für Pellegrini ist die deutsche Nachwuchshoffnung nun keine Unbekannte mehr: "Bis heute Morgen kannte ich sie nicht. Aber sie ist sehr schnell."

Die ebenfalls schon mit Staffel-Gold dekorierte Daniela Samulski gewann ihren Vorlauf über ihre Paradestrecke 50 Meter Rücken in 28,53 Sekunden. Damit schwamm die Europarekordhalterin aus Essen mit der drittbesten im Vorlauf geschwommenen Zeit unter die besten 16.

Der deutsche Meister und Europarekordhalter Hendrik Feldwehr schwamm über 50 Meter Brust in 27,76 Sekunden ebenfalls sicher ins Halbfinale. Der Hamburger Steffen Deibler, Kurzbahn-Weltrekordhalter über 50 Meter Schmetterling, kam über die doppelte Schmetterlingsdistanz auf eine Zeit von 53,36 Sekunden, insgesamt war es das elftbeste Ergebnis in den Vorläufen. "Ich bin taktisch geschwommen und habe noch Reserven", meinte Deibler.

Yannick Lebherz aus Darmstadt überstand über 200 Meter Rücken ebenfalls die ersten Ausscheidungsrennen. Der deutsche Meister, der krank aus dem Höhentrainingslager in der Sierra Nevada zurückgekehrt war, schlug nach 2:01,19 Minuten an und kam als 13. in die Runde der besten 16. "Es fällt mir noch alles schwer. Es muss noch mehr drin sein, Ziel ist das Finale", sagte der 21-Jährige.

Über 1500 Meter Freistil schaffte Isabelle Härle aus Heidelberg in 16:26,81 Minuten als Vorlauf-Sechste den Finaleinzug. Die Potsdamerin Jaana Ehmcke schied dagegen in 16:43,71 Minuten aus.