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Silke Lippok schwimmt am Freitag in Berlin während der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen im Vorlauf 200 Meter Freistil.
Silke Lippok schwimmt am Freitag in Berlin während der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen im Vorlauf 200 Meter Freistil. © dpa
11.05.2012

Schwimmerin Silke Lippok schafft die Olympia-Norm

Die junge Pforzheimer Ausnahmeschwimmerin Silke Lippok hat sich als deutsche Meisterin über 200 Meter Freistil für die Olympischen Spiele qualifiziert. Die 18-jährige Pforzheimerin schwamm am Freitag in Berlin in 1:57,93 Minuten zwar eine Zehntelsekunde langsamer als die Olympia-Norm. Lippok hatte allerdings bereits im Vorlauf die Norm unterboten.

Über 200 Meter Freistil schlug die EM-Zweite im Vorlauf nach 1:57,61 Minuten an, 22 Hundertstelsekunden unter der geforderten Zeit. Die Pforzheimerin war damit klar Vorlauf-Schnellste. Im Endlauf war sie ebenfalls nicht einzuholen. Hinter der Vize-Europameisterin schlug Theresa Michalak (Halle/Saale) in 1:59,12 Minuten als Zweite an. Dritte wurde ihre Teamkollegin Daniela Schreiber (1:59,41). Das Trio darf sich ebenso wie die viertplatzierte Annika Bruhn (Bietigheim) Hoffnungen auf einen Startplatz in der olympischen Freistilstaffel der deutschen Frauen über 4x200-Meter machen.

«Das ist ein Riesending, dass ich es geschafft habe. Wenn es nach meinem Trainer geht, soll ich jedes Rennen volles Rohr gehen», sagte Lippok. Die 18-Jährige kann sich nach dem Abitur-Stress nun ganz auf den Sport konzentrieren.

Unzufrieden war hingegen Weltrekordler Paul Biedermann nach seinem Vorlauf über 200 Meter Freistil. Zwar erzielte der 25-Jährige in 1:48,22 Minuten die beste Vorlaufzeit, doch Biedermann verfehlte die Olympia-Norm um 46 Hundertstelsekunden. «Es lief nicht so wie geplant, ich wollte deutlich schneller sein. Jetzt muss ich mich deutlich strecken, schließlich will ich zu den Olympischen Spielen», sagte Biedermann mit Blick auf den Endlauf am Abend.

Dort wurde er seiner Rolle als Topfavorit gerecht und schwamm zum Olympia-Ticket über 200 Meter Freistil. Der Weltrekordler gewann den Endlauf bei den deutschen Meisterschaften in Berlin in 1:46,70 Minuten. Damit blieb Biedermann 1,06 Sekunden unter der Olympia-Norm. Der WM-Dritte bestritt am Freitag sein erstes ernsthaftes Rennen in dieser Saison. Vor elf Monaten hatte der Hallenser bei den nationalen Meisterschaften noch in 1:45,72 Minuten gewonnen. Hinter Biedermann schafften auch Clemens Rapp in 1:47,57 Minuten und der in den USA studierende Dimitri Colupaev in 1:47,58 die Olympia-Norm. dpa