MR5_0365 Manuel MÖNCH (17 SG)
Auf Manuel Mönch war in der Schlussphase Verlass. Der SG-Routinier übernahm Verantwortung und führte die SG wieder heran. Am Ende sprang ein Punkt dabei heraus. 

Sensationelle Schlussphase: SG Pforzheim/Eutingen erkämpft sich gegen Schwäbisch Gmünd 29:29

So stellt man sich einen Start ins Wochenende vor! Die SG Pforzheim/Eutingen spannte im Heimspiel am ungewohnten Freitagabend ihre Fans ordentlich auf die Folter. Lag gegen den auswärtsstarken Aufsteiger Schwäbisch Gmünd bis zehn Minuten vor dem Ende mit fünf Toren zurück, um sich am Ende beim 29:29 (Halbzeit 13:18) doch noch mit einem Punkt zu belohnen.

„Das ist auf alle Fälle ein gewonnener Punkt“, meinte nach dem Spiel SG-Trainer Alexander Lipps. Er lobte sein Team für die Geduld in der sensationellen Schlussphase. Sein Team hatte zuvor in sechs Spielen sechs Punkte geholt. Mit dem Remis gestern konnte Lipps leben.

Kein guter Start

Vielleicht lag es am ungewohnten Spieltag – die SG musste wegen des Boxkampfes von Uwe Hück und Box-Europameister Firat Arslan ausweichen –, vielleicht aber auch an der defekten Anzeigetafel vor Spielbeginn, dass die SG nicht ins Spiel fand. Nach kurzem Abtasten zeigte der forsche Aufsteiger, warum er vor allem auswärts bisher überzeugen konnte: starke Abwehr, eiskalte Offensive. Die SG hingegen verlor im Angriff zu viele Bälle oder fand einfach nicht das Ziel. Symptomatisch: in der 26. Minute landete ein Pass von Jan Wörner im Kabinengang statt beim Mitspieler. Die SG-Fans rauften sich die Haare.

Durch die Ausfälle von Jonathan Buck und Ingo Catak (beide krank) war die SG in der Defensive geschwächt. Der Gegner nutzte dies immer wieder durch freche Anspiele am Kreis aus und zog in der 15. Minute mit 6:9 davon. SG-Co-Trainer Matthias Cullmann zückte schon mal die grüne Karte aus seiner grauen Jogginghose und überreichte sie Alexander Lipps: Auszeit. Die Pforzheimer verkürzten auf 8:10. Doch es war nur ein kurzes Aufbäumen. Die Fehlerquote blieb hoch. Über 10:14 (23. Minute) und 12:17 (28.) ging es mit einem 13:18-Rückstand in die Halbzeit. „Da bin ich dann schon ein bisschen lauter geworden“, verriet Alexander Lipps hinterher.

Start frei für die Aufholjagd – Denkste! Die Gäste hielten dagegen. Ab der 47. Minute musste die SG auch noch ohne Tom Schlögl auskommen, der nach einem harten Foul die Rote Karte sah.

Hexenkessel

Zehn Minuten vor dem Ende führte Gmünd mit 26:21. Danach kam der große Auftritt von Manuel Mönch, der mit vier Treffern sein Team wieder heranführte. Bei seinem Treffer zum 26:27 (55.) bekam er von den Fans Sonderapplaus. Die Halle – ein Hexenkessel. Die Gäste zogen auf 26:28 (57.) davon, Tim Kusch verkürzte, doch Schwäbisch Gmünd traf zum 27:29 (58.). Max Lupus traf per Siebenmeter zum 28:29. Eine Minute war noch zu spielen. Bastian Rutschmann hielt, auf der Gegenseite verwandelte Max Lupus erneut einen Siebenmeter zum 29:29. 19 Sekunden waren noch zu spielen. Die Gäste nehmen eine Auszeit. Ein Freiwurf bleibt an der SG-Abwehr hängen. Aus, Schluss. Vorbei. Das war nichts für schwache Nerven! Was macht Alexander Lipps am Wochenende? „Ausruhen.“

Dominique Jahn

Dominique Jahn

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