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TVP-Mannschaftskapitän Mustafa Güngör (am Ball) hat eine schwere Aufgabe vor sich: Er muss sein Rugby-Team im Nordsee-Cup gegen die Auswahl Niederlande-Süd führen. Nur ein Sieg hebt den TVP ins Finale dieser Europokalstufe. 
TVP-Mannschaftskapitän Mustafa Güngör (am Ball) hat eine schwere Aufgabe vor sich: Er muss sein Rugby-Team im Nordsee-Cup gegen die Auswahl Niederlande-Süd führen. Nur ein Sieg hebt den TVP ins Finale dieser Europokalstufe.  © PZ-news-Archiv/Jürgen Keller
24.04.2014

Showdown im Rugby-Europapokal für den TV Pforzheim

Pforzheim. Showdown im internationalen Nordsee-Cup: Im letzten Rugby-Spiel dieser Europapokalstufe empfängt Bundesligist TV Pforzheim am Samstag, 14 Uhr, die Auswahl Niederlande-Süd, quasi die halbe holländische Nationalmannschaft, zum alles entscheidenden Spitzenspiel. Ein Sieg beschert dem TVP das Finale im Nordsee-Cup und die Chance, in der nächsten Saison auf höherer europäischer Ebene international mitzuspielen.

Leicht wird diese Aufgabe nicht. Die niederländische Auswahl hat sich bereits bei der letzten Auswärts-Begegnung im Vorjahr als zu stark für den TVP erwiesen. Aber „mit dem Heimvorteil und dem treuen Publikum“ im Rugbystadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen im Rücken, so hofft Teammanager Jens Poff, könnte das Ergebnis dieses Mal zugunsten der Pforzheimer ausfallen. Allerdings muss Coach John Willis bei der Mannschaftsaufstellung kreativ sein, denn mit Chris Howells, Rob May, Carlos Soteras-Merz und Timo Vollenkemper spielen vier Stammspieler des TVP am gleichen Tag in der Rugby-Nationalmannschaft im gleichfalls alles entscheidenden Spitzenspiel um den Aufstieg gegen Schweden. Eventuell trifft es auch noch Jörn Schröder, der sich für den Deutschen Rugby-Verband auf Abruf bereithält.

Immerhin gibt es bislang beim TVP keine verletzten Stammspieler, so dass der Kader für das wichtige Europapokalspiel stark genug besetzt ist, um mit einem Sieg rechnen zu dürfen. Dieses schwere Match mit Endspiel-Charakter gegen die bislang ungeschlagene, mit vielen Spielern mit internationaler Erfahrung gespickte niederländische Süd-Auswahl dürfte ungleich spannender und härter werden als die zuletzt doch einseitig hohen Siege des TVP in der Bundesliga. Gelingt den Pforzheimern der Sieg im Nordsee-Cup spielen sie in der nächsten Saison gegen die Sieger des Baltic Cups (Ostsee-Cup) und anderer Europapokal-Wettbewerbe auf einem internationalen Level, von dem man beim TVP vor dem Aufstieg in die Rugby-Bundesliga im Jahr 2011 wohl nicht zu träumen wagte.

Beim Match gegen die Niederländer kann Willis auch sehen, wie weit sein Team für die Playoffs zur deutschen Rugby-Meisterschaft gerüstet ist. Im Viertelfinale am 3. Mai, 15 Uhr, wird der Sieger der Begegnung SC Germania List - TSV Handschuhsheim auf dem Eutinger Platz erwartet. Am 21. Juni gibt es dann erstmals in der Rugby-Geschichte ein Endspiel um die Deutsche Meisterschaft auf Pforzheimer Boden – mit guten Chancen für den TV Pforzheim, selbst im Finale mitspielen zu können.

Nordsee-Cup: TV Pforzheim – Niederlande-Süd, Samstag, 26. April, 14 Uhr, TVP-Rugbystadion am Rattchweg 46 in Pforzheim-Eutingen