760_0900_24916_.jpg Sicherer Sieg der TGS Pforzheim gegen TSV Rödelsee
Die Freiräume, die sich ihm boten, nutzte Valentin Hörer (rechts). Der Neuzugang der TGS warf acht Tore. Becker

Sicherer Sieg der TGS Pforzheim gegen TSV Rödelsee

In der dritten Bundesliga haben die Handballer der TGSPforzheim einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib klar besiegt. Das Heimspiel gegen Mitaufsteiger TSV Rödelsee aus Unterfranken gewann die TGS mit 29:22.

Vor allem dank Neuzugang Valentin Hörer (acht Tore), der seine bisher beste Leistung bot, war Pforzheim schon beim Pausenstand von 15:6 auf der Siegerstraße.

Vorentscheidung vor der Pause

Das Spiel verlief in vier Phasen, wobei die zweite letztlich bereits die entscheidende war. Sie brach an, nachdem die TGS ein wenig Anlaufprobleme hatte, mit 0:1 und 3:4 hinten lag und in der 16. Minute noch einmal den Ausgleich zum 6:6 hinnehmen musste. Danach nutzten die Pforzheimer ihre erste Überzahl, um sich ein wenig abzusetzen. Die Abwehr stand nun richtig gut und auch Torhüter Jonathan Binder glänzte wieder. Allerdings haben es die Rödelseer dennoch auch eigener Einfallslosigkeit zuzuschreiben, dass sie bis zur Pause überhaupt nicht mehr trafen.

Die dritte Phase dauerte dann nur von der 31. bis etwa zur 36. Minute. Während dieser Zeit hatte die TGS durchgehend einen Mann mehr auf dem Feld, traf aber nicht. So gelang es dem Gegner, seinen Rückstand zumindest um drei Tore zu verringern.

Anschließend entwickelte sich ein offeneres Spiel, was vor allem Rödelsees stärkstem Angreifer Jan Kästner entgegenkam. Er erzielte insgesamt sieben Tore. Umgekehrt wurde nun Florian Taafel noch zum erfolgreichsten Werfer überhaupt, nachdem er angesichts einer Manndeckung erstmals in der 30. Minute aus dem Feld heraus getroffen hatte. Letztlich brachte er es inklusive fünf verwandelter Siebenmeter auf neun Tore.

Die Pforzheimer Mannschaft und 450 lautstarke Fans mussten nicht mehr zittern. Angesichts des klaren Vorsprungs konnte TGS-Trainer Andrej Klimovets nach und nach den Reservisten Einsatzzeiten geben. „Sie haben auch verdient, ihre Spielanteile zu bekommen“, sagte Klimovets nach der Partie: „Wir brauchen jeden Spieler, aber von jedem muss auch die entsprechende Leistung kommen.“ Marco Kikillus, der in der 33. Minute behandelt werden musste, ließ der Trainer danach draußen. „Er hat nur eine Prellung, im Ernstfall hätte es weitergehen können“, sagte Florian Taafel nach dem Spiel zu der Vorsichtsmaßnahme.

Den Vorsprung verwaltet

Einig waren sich die Pforzheimer darin, dass mehr Konstanz wünschenswert wäre. „Nachdem wir den Gegner 15 Minuten an die Wand gespielt hatten, kam ganz automatisch ein Verwaltungsdenken hinein“, stellte Abteilungsleiter Wolfgang Taafel fest. Zufrieden waren die Spieler in jedem Fall mit der guten Abwehrarbeit und dem Umstand, dass man auf die offensive Deckung der Gäste eingestellt war und Hörer sowie Michal Wysokinski die Lücken nutzen konnten, die sich durch die Konzentration der Rödelseer auf Florian Taafel ergaben. „Nach dem Spiel gegen Hochdorf war das wohl unser bisher bestes Heimspiel“, sagte TGS-Torhüter Binder.

Derzeit 11:13 Punkte und Platz neun sprechen dafür, dass sich der Aufsteiger aus Pforzheim in der neuen Klasse nicht zu verstecken braucht. Bis zum Jahreswechsel stehen noch ein Auftritt zu Hause sowie zwei Auswärtsspiele an.

TGS Pforzheim: Binder, Hämmerling – Taafel 9/5, Hörer 8, Wysokinski 3, Brandt 2, Zluhan 2, Zergon 2, Pietrucha 2, Kilkillus 1, Ast, Hoffmann, Kusterer.