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Als sicherer Punktegarant für die Brötzinger Ringer erwies sich einmal mehr Boris Sava (in Rot). Foto: Becker, PZ-Archiv
Als sicherer Punktegarant für die Brötzinger Ringer erwies sich einmal mehr Boris Sava (in Rot). Foto: Becker, PZ-Archiv
27.11.2017

Sieg im Spitzenduell in Wiesental: Ringer des SV 98 Brötzingen vor Titelgewinn

Pforzheim. Die Ringer des SV 98 Brötzingen haben mit einem knappen, aber verdienten 29:27-Auswärtssieg gegen den KSV Wiesental die Tabellenführung in der Landesliga weiter ausgebaut und sind fast am Ziel angekommen. Im letzten Kampf in zwei Wochen bei der Reserve des ASV Daxlanden fehlt nur noch ein Punkt zur Meisterschaft.

„Es war der zu erwartende knappe Kampf“, sagte der Technischen Leiter der Brötzinger, Alexander Westermann, dem nach dem Kampf die Erleichterung anzumerken war. „Das war eine wahnsinnig tolle und geschlossene Leistung der gesamten Mannschaft“, befand auch Sergej Smirnow, der erneut Trainer Sebastian Salemi vertrat.

Nervenaufreibend gestalteten sich die beiden Duelle von Kirill Dudarenko (57kg F/G). Der Brötzinger Nachwuchsringer lag selbst fast zweimal auf der Schulter, konnte aber den Spieß noch umdrehen und steuerte zwei enorm wichtige Siege zum Erfolg bei. „Das war für die Psyche enorm wichtig und hat uns den nötigen Antrieb verschafft“, so Westermann.

In glänzender Verfassung präsentierte sich erneut Marcel Stober (61 kg F/G), der zwar seine beiden Kämpfe verlor, aber weniger Punkte abgab als befürchtet. Als sicherer Punktegarant erwies sich Boris Sava (75 kg F/G) der zweimal die volle Punktzahl einfuhr.

Dem iranischen Griffkünstler in den Reihen der Brötzinger, Kamran Bigmohamadi (86 kg F), wollte der ehemalige Bundesligist aus Wiesental nichts entgegensetzen und gab die Punkte kampflos an die Brötzinger ab.

Im Schwergewicht lieferte Rahim Afrooz seinem Kontrahenten einen harten Kampf. Der Brötzinger verlor zwar 0:2 nach Punkten, aber auch hier wurde die Niederlage als Sieg empfunden. „Rahim laboriert seit einiger Zeit an einer Ellenbogenverletzung, die ihm schwer zu schaffen macht“, erklärte Westermann und fügte hinzu. „Er hat nur zwei Punkte abgegeben anstatt der befürchteten Viererwertung für Wiesental.“ Der Wettkampf gegen Wiesental gestaltete sich so eng, dass die Entscheidung erst im letzten Kampf des Abends fiel. Hier stellte Eduard Reich (130 kg G) erneut seine ganze Erfahrung unter Beweis und spielte seine gute Kondition aus. Eine knappe 1:0-Führung brachte er souverän über die Zeit und bescherte seiner Mannschaft den verdienten und hart erarbeitenden Sieg.

Nach dem Kampf präsentierte sich ein sichtbar glücklicher und bewegter Holger Stuible. Der Vorsitzende der Brötzinger sieht sich und den Verein nach den schweren letzten Jahren wieder auf dem Weg nach oben.

Nur wenige Stunden vor dem Kampf erhielten die Brötzinger die traurige Nachricht, dass ihr langjähriger Kassierer, das Brötzinger Urgestein Klaus Henrich, verstorben ist. Deshalb fiel der Jubel über den Sieg auch gedämpfter aus. „Die Mannschaft widmet diesen Sieg Klaus“, so Holger Stuible, der mit Klaus Henrich einen väterlichen Freund und langjährigen treuen Weggefährten verloren habe.