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Vollen Einsatz an der Außenlinie zeigte Karlsruhes Interimstrainer Lukas Kwasniok auch beim Auswärtsspiel in Dresden.  Foto: dpa
Vollen Einsatz an der Außenlinie zeigte Karlsruhes Interimstrainer Lukas Kwasniok auch beim Auswärtsspiel in Dresden. Foto: dpa
16.12.2016

Siegen für die Weihnachtsfeier: KSC hofft auf Kwasniok-Ideen

In Dresden, bei seinem Trainer-Debüt im Profifußball, zog Lukas Kwasniok (35) vor dem Tor des Karlsruher SC eine Dreier- bzw. Fünferkette auf. Acht Tage nach dem Teilerfolg (0:0) der Wildparkprofis bei der SG Dynamo wird Eintracht Braunschweig auf diesen Schachzug natürlich vorbereitet sein. Trotzdem möchte der KSC-Interimscoach in seinem zweiten und letzten Spiel auf der blauweißen Trainerbank (Samstag, 13 Uhr) auch den Tabellenführer „überraschen“.

Nicht mit einer veränderten Defensivtaktik („daran werden wir festhalten“), sondern mit dem, was er sich für das Spiel nach vorne ausgedacht hat. Deshalb fand das gestrige Abschlusstraining der abstiegsbedrohten Gastgeber unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Er werde seine Mannschaft so auf- und einstellen, sagte Lukas Kwasniok, der nach der Winterpause wieder zur U19 zurückkehren wird, „dass wir dieses Spiel gewinnen können.“ Denn bei der anschließenden Weihnachtsfeier der KSC-Familie komme wahrscheinlich nur nach einem Heimsieg gute Stimmung auf.

Schon ein weiteres Unentschieden könnte den KSC vom Relegationsplatz 16 auf Abstiegsplatz 17 abrutschen lassen. Und eine Niederlage gegen die Niedersachsen würde im schlechtesten Fall den Sturz ans Tabellenende bedeuten.

Kwasniok hat die Gäste, die mit einem Sieg im Wildparkstadion Herbstmeister werden und auf Tabellenplatz eins überwintern können, studiert und festgestellt: „Braunschweig hat auch Schwächen.“ Bei gegnerischen Standards zum Beispiel, oder beim Umschalten von Angriff auf Abwehr. Und in fremden Stadien (zwei Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen) läuft es nicht immer rund.

„Fenster öffnen“

Der Übergangscoach des KSC („Ich soll ja auch meine Handschrift ein bisschen erkennen lassen“) hat in den Trainingseinheiten dieser Woche seine Mannschaft darauf eingeschworen, die gegnerischen Schnittstellen anzulaufen. Immer und immer wieder zu versuchen, in den Rücken des Gegners zu kommen. Auch die Spieler, die den Ball dann nicht bekommen. „Diese Wege macht man oftmals umsonst.“ Wenn seine Schützlinge diese Bereitschaft nicht zeigten, „werden wir bei der Eintracht auch keine Fenster öffnen.“

Bei Karlsruhe sind Bjarne Thoelke und Martin Stoll wieder fit, dafür fehlen weiter Torhüter Dirk Orlishausen (Hüfte), Gaetan Krebs (Kreuzbandriss), Enrico Valentini (Bänderriss im Knie), Florian Kamberi (Kniebeschwerden) und Ylli Sallahi (Nasen-Operation).

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Vollath – Mavrias, Thoelke, Figueras, Kempe, Bader – Prömel, Yamada – Mehlem (Torres), Hoffer, Stoppelkamp.