nach oben
Der KSC hat gegen Wiesbaden seinen höchsten Saisonsieg erzielt.
Grund zur Freude: KSC-Trainer Markus Kauczinski schwimmt mit dem Karlsruher SC gerade auf einer Erfolgswelle nach oben in Richtung Aufstieg. © dpa
24.11.2012

Siegesrausch: Karlsruher SC zerlegt Wehen-Wiesbaden

Für den Karlsruher SC scheint es in der Dritten Liga derzeit kein Halten zu geben. Mit einem 4:0 gegen Wehen-Wiesbaden gelang der siebte Pflichtspielerfolg in Folge. Gleichzeitig war das Schützenfest am Samstag der höchste Saisonsieg der Badener.

Bildergalerie: Siegesrausch: KSC gewinnt gegen Wiesbaden

Wieder einmal musste Markus Kauczinski seine Viererkette zu Spielbeginn umstellen. Dennis Kempe, der mit einem Knorpelschaden schlimmstenfalls bis Saisonende auszufallen droht, wurde von Sebastian Schiek ersetzt. Gordon rückte nach seiner Rotsperre für Akpoguma zurück ins Team. Zudem ersetzte Blum im linken Mittelfeld den zuletzt unglücklich agierenden Alibaz.

Der KSC erwischte einen Traumstart. Von Beginn an druckvoll aufspielend konnten sich die Badener bereits in der siebten Minute belohnen. Der ein oder andere Zuschauer könnte sich hierbei an die Vorwoche erinnert gefühlt haben: Jan Mauersberger traf nach Freistoß von Hakan Calhanoglu. Bereits gegen Hansa Rostock führte dieselbe Konstellation zum 1:0.

Ein frühes Tor also, das die Gäste aus Wehen jedoch nicht zu beeindrucken schien. Während der KSC es verpasste, nach seinem Führungstreffer nachzulegen, zeigten sich die Wehener bemüht. Gegen eine nicht immer sattelfeste Karlsruher Defensive gelang es den Gästen allerdings nicht, Dirk Orlishausen vor größere Probleme zu stellen.

Nachdem auch der KSC seine Offensivaktion nicht mit einem weiteren Tor krönen konnte, blieb es bis zur Halbzeit beim 1:0. Unter anderem hatte Koen van der Biezen nach schöner Vorarbeit von Blum eine der wenigen Chancen vergeben.

Die zweite Hälfte begann für die Karlsruher dann ähnlich erfreulich wie die erste: Erst fünf Minuten waren die Teams dieses Mal auf dem Platz, als sich Daniel Gordon ein Herz fasste und den Ball mehr oder weniger ins Tor flankte. Ein kurioses Tor durch den Innenverteidiger.

Angespornt durch zwei Treffer von Abwehrspielern sorgten in der 59. Minute dann die Karlsruher Stürmer für die Entscheidung: Der Karlsruher Top-Scorer Rouwen Hennings setzte sich auf der linken Seite schön durch. Seine Hereingabe konnte Sturmpartner van der Biezen innen problemlos zum 3:0 im Kasten unterbringen.

Der KSC rollte jetzt in Richtung des höchsten Saisonsiegs. Hennings besorgte das 4:0 nach einem Durcheinander im Strafraum in der 72. Minute selbst. Der Endstand in einem euphorisierenden Spiel.

Nach der Niederlage von Konkurrent Preußen Münster können die Blau-Weißen nun schon am kommenden Samstag auf einen direkten Aufstiegsplatz springen. Gegner wird im Heimspiel zum protokollarischen Rückrundenbeginn der 1. FC Heidenheim sein. Mit der besten Defensive und dem jetzt auch besten Torverhältnis der Liga im Rücken dürfte der KSC im Spitzenspiel vor Selbstvertrauen geradezu sprühen.