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Der Karlsruher Trainer Markus Kauczinski gibt die Richtung vor, seine Spieler ziehen nach und schon gibt es sechs Siege in Serie. Jetzt darf der KSC schon wieder vom Aufstieg träumen.
Der Karlsruher Trainer Markus Kauczinski gibt die Richtung vor, seine Spieler ziehen nach und schon gibt es sechs Siege in Serie. Jetzt darf der KSC schon wieder vom Aufstieg träumen. © dpa
17.11.2012

Siegesserie hält: Karlsruher SC gewinnt Verfolgerduell

Das halbe Dutzend ist voll: Mit einem 3:0-Sieg in Rostock hat der Karlsruher SC am Samstag seine Siegesserie auf sechs Partien ohne Punktverlust ausgebaut. Dank des etwas zu hoch ausgefallenen "Dreiers" im Duell der Tabellennachbarn hat der Club nun beste Chancen, noch vor der Winterpause den Sprung auf die Aufstiegsplätze zu schaffen.

Das Duell der Tabellennachbarn war gleichermaßen eines der Verletzungssorgen. Hansa-Trainer Marc Fascher musste in Johan Plat und Ondrej Smetena gleiche beide Toptorschützen seines Teams ersetzen. Beim KSC trieb die Personalnot in der Defensive derweil beinahe groteske Blüten.

Nachdem sowohl Ersatzkeeper Mathias Moritz als auch Max Reule aus der zweiten Mannschaft ausfielen, nahm kurzerhand Timon Wellenreuther auf der Bank Platz. Der Sohn von Präsident Ingo Wellenreuther hütet eigentlich das Tor der Karlsruher A-Junioren. Kevin Akpoguma nahm wie schon gegen Darmstadt seinen Platz in der Innenverteidigung ein. Dennis Kempe ersetzte nach abgesessener Gelbsperre Sebastian Schiek als linken Verteidiger.

30 Minuten passierte in der ersten Hälfte nahezu nichts. Fehlpässe prägten das Spiel ohne Torchancen. Erst der Rostocker Dennis Berger sorgte nach 33. Minuten für Gefahr. Aus 25 Metern fasste sich der von der KSC-Abwehr kaum bedrängte Österreicher ein Herz – Dirk Orlishausen konnte den Ball gerade noch an den Pfosten lenken.

Wenig später konnte Selcuk Alibaz nach schöner Kombination seinen Torabschluss im Strafraum nicht versenken. Sebastian Pelzer grätschte in den Schuss des freistehenden Deutsch-Türken. Die erste Chance der Badener – und bis zur Pause die letzte. Doch auch von den Gastgeber kam nach ihrem Alu-Treffer nicht mehr viel.

Ein torloses Remis in der Halbzeit also, beim elften Mal mittlerweile ein sicherer Tipp für Spiele mit Karlsruher Beteiligung. Wieder einmal konnte man sich hierfür aber auch beim Gegner bedanken, der trotz leichter Vorteile in der personalgeschwächten Offensive wenig Zählbares zu Stande brachte.

Nach der Pause zeigte sich beide Teams kaum verbessert. So fiel der Führungstreffer für den KSC knapp zehn Minuten nach Wiederbeginn passend zum Spiel: Kaum geplant, nicht wirklich ansehnlich und durch einen Fehler des Gegners begünstigt. Eine aufs Tor gezogene Freistoßflanke von Calhanoglu konnte Hansa-Keeper Müller nur unkontrolliert abwehren. Am langen Pfosten bedankte sich Jan Mauersberger und köpfte aus nächster Nähe zum 0:1 ein.

Ken Leemans schwächte die Hansestädter nach dem Gegentor zusätzlich. In der 66. Minute durfte der Niederländer nach Gelb-Rot duschen gehen. Zuvor hatte er sich nach Foul und Meckern mit ein und derselben Aktion das Doppelgelb eingehandelt.

Rostock ließ sich jedoch nicht beeindrucken und drängte weiterhin auf den Ausgleich. Umso bitterer für die Hausherren, was in Minute 76 passierte. Wieder einmal Freistoß von Calhanoglu, der außen bei Hennings landet. Dessen scharfe Hereingabe köpft in der Mitte Kempe unbedrängt ein – 2:0.

In unverdiente Höhe schraubte Elia Soriano nach tollem Einsatz von Hennings und schöner Vorlage von Calhanoglu das Ergebnis in der 82. Minute. Natürlich die Entscheidung in einem Spiel, aus dem das effizientere Team als Sieger hervorgeht.

„Im Stile einer Spitzenmannschaft“ gewinnt der KSC also an der Ostsee. Genau dort, an der Spitze der Tabelle, könnte sich das Team mit weiterhin guten Leistungen bald finden – zwei Punkte sind es noch auf den Relegationsrang, sechs auf Spitzenreiter Osnabrück.