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Ziel verpasst:  Schwimmerin Silke Lippok.
Ziel verpasst: Schwimmerin Silke Lippok. © Seifert
29.06.2009

Silke Lippok nicht zur WM

PFORZHEIM. Es hat nicht sein sollen. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat Silke Lippok nicht für die Weltmeisterschaften (17. Juli bis 2. August) in Rom nominiert. Das 15-jährige Schwimmtalent aus Pforzheim hatte auf einen Platz in der 4×100-Meter-Frauen-Staffel gehofft. Doch Bundestrainer Dirk Lange war anderer Meinung. Der Name Silke Lippok steht nicht im deutschen WM-Aufgebot, das gestern bekanntgegeben wurde. Die Schwimmerin der SSG Pforzheim hatte bei den deutschen Meisterschaften im 100-Meter-Freistil-Finale den sechsten Platz belegt. Über 200 Meter Freistil – auf dieser Strecke hatte Lippok am Freitag den Titel geholt – wird der DSV bei der WM keine Staffel ins Rennen schicken.

Neun Frauen und dreizehn Männer werden für Deutschland in Rom ins Becken springen. „Unser Ziel sind vier Medaillen“, sagte Lutz Buschkow, Direktor Leistungssport beim DSV, gestern. Chancen in den Einzelwettbewerben dürfen sich vor allem die frisch gebackenen Weltrekordlerinnen Britta Steffen (100 Meter Freistil) und Daniela Samulski (50 Meter Rücken) sowie Europameister Paul Biedermann (200 Meter Freistil) und Europarekordler Marco Koch (200 Meter Brust ) ausrechnen.

„Es ist nicht so tragisch, wenn Silke nicht mitgenommen wird, sie hat ja die Zukunft noch vor sich“, hatte Lippoks Trainer Rudi Schulz schon vor der WM-Nominierung gesagt. Sein Schützling reist am kommenden Sonntag nach Prag zu den Junioren-Europameisterschaften. Lippok geht dort in sieben Rennen (vier Einzel- und drei Staffelwettbewerbe) an den Start. lex/dpa