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Traurig: Daniela Schreiber, Britta Steffen, Silke Lippok und Lisa Vitting (von links) haben den Einzug ins 4 x 100 Meter Freistilfinale verpasst.
Traurig: Daniela Schreiber, Britta Steffen, Silke Lippok und Lisa Vitting (von links) haben den Einzug ins 4 x 100 Meter Freistilfinale verpasst. © dpa
Erstes Finale verpasst: Als zweite Schwimmerin der 4 x 100 Meter Freistilstaffel wurde Silke Lippok von Platz zwei auf Platz sechs durchgereicht. Am Ende fehlte der Staffel auf Rang neun fast eine Sekunde zum Einzug ins Olympia-Finale.
Erstes Finale verpasst: Als zweite Schwimmerin der 4 x 100 Meter Freistilstaffel wurde Silke Lippok von Platz zwei auf Platz sechs durchgereicht. Am Ende fehlte der Staffel auf Rang neun fast eine Sekunde zum Einzug ins Olympia-Finale. © dpa-Archiv
28.07.2012

Silke Lippok schwimmt mit Staffel am Finale vorbei

Nach dem geplatzten Finale-Traum im Luftgewehrschießen der Damen haben jetzt auch die deutschen Schwimmer für lange Gesichter bei den Fans gesorgt. Als Vorlauf-Zwölfter verpasste Weltrekordler Paul Biedermann den Einzug ins Olympia-Finale über 400 Meter Freistil. Kurze Zeit darauf schwamm Silke Lippok in der 4 x 100 Meter Freistilstaffel nur auf Rang 9 und damit am Finale vorbei.

Das war es dann für die deutschen Schwimmer an ihrem ersten Olympia-Wettkampftag. Reingesprungen, mitgeschwommen, fertig. Dabei hatte man nicht nur in der Region große Hoffnungen auf das Pforzheimer Supertalent und die deutsche Staffel gesetzt. War es vielleicht die Nervosität, die Silke Lippok an ihrer ersten Olympia-Teilnahme gebremst hat?

Britta Steffen übergab als erste Schwimmerin der 4 x 100 Meter Freistilstaffel als Zweite in 54,43 Sekunden an Silke Lippok. Da schien noch alles auf Finale-Kurs zu liegen. Doch Silke Lippok konnte den Platz nicht halten, wurde auf Platz sechs durchgereicht. Lisa Vitting sprang nach ihr ins Becken, konnte aber ebenfalls kaum Boden gut machen, und Daniela Schreiber konnte als Schlussschwimmerin die Staffel nur noch auf Platz 9 spurten. Einen Rang entfernt vom Finale und den möglichen ersten Medaillen für Deutschland. Mit 3:39,16 Minuten im Vorlauf fehlte den vier Schwimmerinnen fast eine Sekunde für den Endlauf. Am schnellsten war in den Vorläufen das Quartett aus Australien unterwegs, das 3:36,34 Minuten benötigte.

Auch Paul Biedermann muss sich jetzt neu motivieren. Ob er über seine Paradestrecke 200 Meter Freistil konkurrenzfähig ist, scheint fraglich. Aber unmöglich ist es nicht. Nach 3:48,50 Minuten fehlten über 400 Meter 1,24 Sekunden zum Endlauf. Dabei war zunächst alles nach Plan gelaufen. Nach 50 und 100 Metern lag er unter seinem Weltrekord und auch die Durchgangszeit zur Rennhälfte von 1:52,41 Minuten war gut. Doch dann zog die Konkurrenz vorbei, Biedermann wirkte schwerfällig und konnte nicht mehr kontern. «Hinten raus konnte ich es nicht mehr halten», erklärte Biedermann. dpa

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