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Silke Lippok stark angeschlagen: Verzicht auf DM und WM
Silke Lippok stark angeschlagen: Verzicht auf DM und WM
30.04.2013

Silke Lippok stark angeschlagen: Verzicht auf DM und WM

Schweren Herzens musste sich Silke Lippok vor einigen Wochen eingestehen, dass ihr Knie nach dem Kreuzbandriss hohen Belastungen noch nicht wieder standhält. Die Absage der deutschen Meisterschaften und damit der Verzicht auf die WM in Barcelona waren die Folge.

Dennoch war Pforzheims Schwimm-Ass, das zu Saisonbeginn an den Bundesstützpunkt in Hamburg wechselte, am Wochenende in Berlin, um ihr neues Team zu unterstützen. Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Sabrina Knoll sprach sie auch über ihre Erfahrungen abseits des Schwimmbeckens in den vergangenen Wochen. So machte sie nach ihrer Kreuzband-Operation ein Praktikum in der Klinik in Hamburg. „Ich fand den Ablauf vor und nach meiner Operation total spannend. Danach habe ich meine Arzt gefragt ob ich hier mal ein paar Wochen mitlaufen kann. Ich war erst in der Notaufnahme, dann Wirbelsäulen-Chirurgie, dann Knie und Schulter. Das war schon cool, dass ich bei diesen Operationen ganz nah ran durfte. Aber Ärztin will ich trotzdem nicht werden. Es wird wohl eher auf Psychologie oder Neurowissenschaften hinauslaufen.“

Im März war Silke Lippok außerdem zwei Wochen auf Erkundungsreise in den USA. „Ich habe mir die Colleges in Florida, Arizona und Michigan angeschaut. Ich finde die Denke, dass Sport und Ausbildung einfach zusammengehört, super. Davon sind wir in Deutschland doch noch meilenweit entfernt. Hier muss man sich irgendwie alleine durchboxen.“ Die 19-Jährige, die auf ihrer Spezialstrecke über 200 Meter Freistil schon Vize-Europameisterin war und mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel bereits EM-Gold und WM-Bronze gewonnen hat, wurde in den Staaten von den Colleges umgarnt und umworben. „Oh Gott ja, das war ganz schrecklich (lacht). Ich war 48 Stunden auf jedem Campus und die haben ein Treffen nach dem anderen für mich organisiert. Jeder hat sich voll viel Mühe gegeben, auf diese typische amerikanische Art eben. Das war total witzig, aber es war auch anstrengend, wegen des Jetlags und so.“, sagt sie. Ob Sie nun aber in Hamburg bleibe oder in die USA gehe, sei noch offen.

Das komplette Interview erscheint am Donnerstag in der Pforzheimer Zeitung.