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In Rekordlaune  präsentierte sich Silke Lippok auch bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften.
In Rekordlaune präsentierte sich Silke Lippok auch bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften. © PZ-Archiv, Ketterl
01.12.2008

Silke Lippok wird immer schneller

ESSEN. Zwei Monate vor ihrem 15. Geburtstag hat sich die Pforzheimerin Silke Lippok im zu Ende gehenden olympischen Jahr endgültig in den Kreis der besten Frauen im Deutschen Schwimmverband (DSV) hineinkatapultiert.

Die Schwimmerin der SSG Pforzheim zeigte am vergangenen Wochenende bei elf Starts in sechs Wettbewerben bei den 14. deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen ihre bestechende Form. Trainer Rudi Schulz (68) aus Durmersheim, der am Rande des 25-Meter-Beckens auf der Tribüne von den Lippok-Eltern begleitet war, sah seinen Schützling nach teils fulminanten Vorlaufzeiten viermal im A-Finale der besten Sechs, einmal im B-Finale um Platz sieben bis zwölf, während auf den Endlaufplatz über 50 Meter Rücken aus taktischen Gründen verzichtet wurde. Die bestechende Bilanz für das Ausnahmetalent waren eine Silbermedaille, ein vierter und zwei fünfte Plätze sowie ein achter Rang in den fünf Endläufen der drei Nachmittage.

Highlight waren die abschließenden 100 Meter Lagen, wo Lippok mit dem zweiten DM-Platz hinter Meisterin Theresa Michalak aus Halle/Saale (1:00,91) ihren badischen Rekord vom Weltcup in Berlin um 34/100 Sekunden auf 1:01,57 Minuten drückte. Damit blieb sie auch unter der deutschen Richtzeit von 1:01,62 für eine EM-Teilnahme am übernächsten Wochenende in Rijeka/Kroatien, wo allerdings nur Mädchen ab 15 Jahre starten dürfen.

Doppelte Steigerung

Auch über 50 Meter Schmetterling unterbot die Schülerin des Pforzheimer Theodor-Heuss-Gymnasiums ihren eigenen badischen Rekord der Frauen, den sie vor fast einem Jahr in Bietigheim mit 28,10 Sekunden aufgestellt hatte, und das sogar zweimal. Zunächst im Vorlauf mit 27,53 und dann als Vierte im Finale mit der nun gültigen Marke von 27,25 Sekunden.

Bei der fünften Bestmarke für den Landesverband löschte Lippok im Vorlauf über 50 Meter Rücken mit Platz fünf eine Zeit aus dem Jahre 1993 aus. Damals hatte sie das Licht der Welt noch nicht erblickt. Die 29,32 Sekunden von 1993 der Heidelbergerin Andrea Kutz verbesserte die Pforzheimerin auf 29,20 Sekunden, verzichtete danach aber auf die Endlaufteilnahme wegen der noch anstehenden 200 Meter Freistil. Dort schlug Lippok mit 2:02,50 Minuten dann abermals als Fünfte an, genau so wie einen Tag zuvor bei den 100 Metern dieser Lage in 55,19 Sekunden nach 55;12 im Vorlauf. Platz acht über 50 Meter Freistil mit den 25,76 Sekunden aus dem B-Finale rundeten das Erfolgsprogramm ab.

Das alles ergab eine Rekordausbeute von vier badischen Bestmarken bei den Frauen sowie sieben badischen und vier deutschen Altersklassenrekorden für 14-Jährige.

Jüngste der fast 800 Teilnehmer der Titelkämpfe war derweil SSG-Nixe Karoline Koch. Die Zwölfjährige gehörte mit Platz 83 zum Kreis der 91 Teilnehmerinnen über 50 Meter Rücken und rechtfertigte die Entsendung unter den Augen ihre Mutter mit 31,95 Sekunden bei der Richtzeit von 32 Sekunden.