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KSC © picture alliance / dpa
21.09.2014

So feierten die KSC-Spieler den Traum-Sieg gegen Nürnberg

Karlsruhe. Der Karlsruher SC kommt in der 2. Fußball-Bundesliga immer besser in Fahrt. Die noch ungeschlagenen Badener feierten am Sonntag mit dem verdienten 3:0 (3:0) über den äußerst schwachen Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg den ersten Heimsieg der Saison. Das wurde nicht nur von fast 20.000 Fans gefeiert - sondern (ein wenig) auch von den Spielern, wie diese Bilder zeigen.

Bildergalerie: KSC gewinnt mit 3:0 gegen Nürnberg

Hiroki Yamada (9.) und zweimal Reinhold Yabo (20., 40.) brachten den KSC vor 19 994 Zuschauern im Wildparkstadion frühzeitig auf die Siegerstraße. Einen noch höheren Sieg verpasste Stürmer Koen van der Biezen, der mit einem Handelfmeter an FCN-Torhüter Raphael Schäfer scheiterte (89.).

Etwas später postete Selcuk Alibaz dieses Foto auf Facebook:

Und Jan Mauersberger war gleich doppelt zufrieden:

Ray Yabo freute sich nach Schlusspfiff über den Dreier...

...am nächsten Morgen ging es auch für ihn aber schon wieder ins Training:

Auch Dennis Kempe spürte offenbar noch die Strapazen (und Fouls) des Nürnberg-Spiels:

 

«Ich glaube, man hat uns angemerkt, wie sehr wir dieses Spiel gewinnen wollten», sagte KSC-Trainer Markus Kauczinski. Es habe sein Team gewurmt, dass ihm das zu Hause noch nicht gelungen war. «Wir haben nicht nur gut gestanden, wir haben in der ersten Halbzeit auch gut nach vorne gespielt», erklärte Kauczinski. Torhüter Dirk Orlishausen war «stolz auf die Mannschaft». Nach der Kritik wegen der zuletzt mangelnden Torausbeute sei sie richtig stark gewesen. Mittelfeldspieler Gaetan Krebs glaubte derweil, «dass jeder in der zweiten Halbzeit schon das nächste Spiel im Kopf hatte». Am Mittwoch tritt der KSC zum Spitzenspiel beim Tabellenvierten RB Leipzig an.

Dagegen stecken die Nürnberger mit ihrem neuen Trainer Valerien Ismael schon frühzeitig in der Krise. Statt ihre Ambitionen auf den sofortigen Wiederaufstieg zu unterstreichen präsentierten sich die Franken desolat und kassierte im sechsten Spiel die vierte Niederlage. «Wir sind alle sprachlos, was die Mannschaft in der ersten Halbzeit geleistet hat», sagte Ismael. «Das geht so nicht, es geht um den Verein», erklärte der Franzose und sprach von einer «unterirdischen» Vorstellung.

Eine Woche nach dem 0:2 gegen Fortuna Düsseldorf wirkten die im Sommer neu zusammengestellten Nürnberger von Beginn an unsicher und nervös, die Defensive zeigte sich gegen die spielfreudigen Gastgeber enorm anfällig. Der KSC nutzte die Fehler konsequent aus und setzte die Gäste ein ums andere Mal unter Druck. Sportvorstand Martin Bader musste die aufgebrachten «Club»-Fans schon zur Halbzeit beruhigen. Mit der Führung im Rücken schaltete Karlsruhe nach der Pause einen Gang zurück, doch der FCN konnte selbst daraus keinen Nutzen ziehen.