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Timo Brenner hat gut lachen: Beim 3:0-Sieg des FC Nöttingen gegen KSC II lieferte er laut Gegenspieler Riccardo Di Piazza eine sehr gute Partie. Foto: PZ-Archiv/Seibel
Timo Brenner hat gut lachen: Beim 3:0-Sieg des FC Nöttingen gegen KSC II lieferte er laut Gegenspieler Riccardo Di Piazza eine sehr gute Partie. Foto: PZ-Archiv/Seibel
21.04.2014

Souveräner 3:0-Sieg des FC Nöttingen gegen faden KSC II

Wenn der FC Nöttingen auch in den verbleibenden fünf Spielen der Fußball-Oberliga so auftritt wie am Ostermontag, ist er auf dem Weg in die Regionalliga kaum mehr zu bremsen. Gegen die mit vielen Kickern mit einem Bezug zur Region gespickten Amateure des Karlsruher SC feierten die Remchinger einen souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg und bleiben somit direkter Verfolger des Tabellenersten TSV Grunbach.

Maximilian Reule aus Neuenbürg, Nico Charrier aus Pforzheim, der Ex-Grunbacher Lorenzo Caballero und der Ex-Nöttinger Riccardo Di Piazza: Sie alle standen beim KSC in der Startelf. Und sie alle brachten es in 90 Minuten nicht auf eine gute Angriffsszene. Einzig ihr Teamkollege Cheick Ahmed Cisse holte sich in der 39. Minute den Szenenapplaus aller Fans ab – als er dem an der Hand lädierten Nöttinger Angreifer Michael Schürg die Schuhe band.

Viele vergebene Chancen

Mit fußballerischer Klasse sorgte dagegen der Torjäger mit seinen Mitspielern für Applaus: Timo Brenner etwa, der einen Freistoß von Thorben Schmidt an die Latte verlängerte (7. Minute). Schürg selbst, der in der 19. Minute das Lattenkreuz traf. Oder Sebastian Hofmann, der den Ball trotz freier Schussbahn aus 15 Metern nur zentral auf KSC-Schlussmann Reule zimmerte.

So musste eine Standard-Situation her, um nach 32 Minuten für das hochverdiente 1:0 zu sorgen: Ecke Hofmann, Kopfball Moritz Bischoff – da zappelte der Ball im Tornetz. „Die Führung war für uns wie ein Dosenöffner“, freute sich Bischoff. Als kurz darauf Marc Schneckenberger volley für den dritten Nöttinger Lattenkracher sorgte, war es auf Karlsruher Seite nicht nur mit der Freude, sondern auch mit der Ruhe endgültig vorbei: „Ja, seid ihr denn bescheuert?“ schrie deren Coach Joe Zinnbauer über den Platz.

Glücklicher blickte dieser aber auch nach den zweiten 45 Minuten nicht drein: Als Schneckenberger in der 59.Minute auf Schürg passte, waren zwat drei Karlsruher um ihn herum, aber keiner richtig an ihm dran. Die Folge: das 2:0. Und in der 88. Minute war es schließlich der angeschlagene und daher erst spät eingewechselte Mario Bilger, der für das 3:0 sorgte. Schneckenbergers Schuss hatte Reule nur abwehren können, Bilger machte den Nachschuss aus abseitsverdächtiger Position rein.

„Wir haben null Prozent der Zweikämpfe gewonnen, im Mittelfeld war Nöttingen immer in Überzahl“, haderte Di Piazza hinterher mit der Partie gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden. Während er Timo Brenner zum „besten Mann auf dem Platz“ adelte, wollte Trainer Michael Wittwer den Kapitän nicht so hervorheben. „Wir haben von der ersten Minute an herausragend gegen den Ball gearbeitet, das war eine tolle Mannschaftsleistung“, sagte er. „Von daher habe ich heute wenig zu kritisieren.“