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Kaum zu halten waren die TGS-Angreifer wie hier Michal Wysokinski von der Abwehr der VTZ Saarpfalz.  Foto: Becker 

Souveränität statt Dramatik: TGS Pforzheim schlägt die VTZ Saarpfalz mit 31:23

Pforzheim. Mit einem Start-Ziel-Sieg gegen die Vereinigte Turnerschaft aus Zweibrücken (VTZ) arbeitete sich die TGS Pforzheim in der Tabelle der Südgruppe der 3. Liga auf Rang fünf vor – eine zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigende Platzierung.

Es war ein ungefährdeter 31:23 (17:13)-Sieg, wenn auch nicht mit demselben Unterhaltungswert wie eine Woche zuvor beim Heimsieg gegen Tabellenführer HSG Konstanz. Aber für einen ganz heißen Fight war der Aufsteiger aus der Westpfalz spielerisch einfach zu schwach.

Begonnen haben die Pforzheimer richtig stark. Bevor sich der Minutenzeiger dreimal gedreht hatte, hatten Michal Wysokinski (2) und Marco Kikillus die bedächtige Rückwärtsbewegung der Pfälzer zu drei Tempoläufen mit Treffern genutzt. Dann legte Florian Taafel dem bedauernswerten Christian Ruppert im Tor der Zweibrücker aus dem Rückraum die nächsten Treffer ins Netz.

Kurze Phase der Sorglosigkeit

Die schnelle 5:1-Führung ließ die Wartberger dann aber etwas sorglos werden. Vor allem der großgewachsene Philip Wiese fand nun Lücken. Und als der gerade aufs Parkett beorderte Roy James bei seiner ersten Aktion, von dem mitunter fragwürdig agierenden Schiri-Duo gleich auf die Strafbank beordert wurde, war der Vorsprung bis auf ganze zwei Treffer zusammengeschmolzen (8:6).

Die Zeitstrafe schien aber für die Wartberger fast so etwas wie ein Weckruf zu sein, denn der Unterzahl zum Trotz bauten zunächst Florian Taafel und der unter der Woche Vater gewordene Patrick Zweigner den Vorsprung wieder auf vier Treffer aus.

Auch in Abschnitt zwei legten die Pforzheimer los wie die Feuerwehr. Nach Treffern von Marco Kikillus (2), Fabian Dykta sowie Maris Versakovs drohte den Gästen kurz nach der Pause beim Spielstand von 21:13 eine Niederlage mit zweistelliger Differenz. Nach zwei Minuten Feuerwerk gab es dann aber wieder mehr Zurückhaltung. Das lag auch daran, dass sich Andrej Klimovets ungewohnt wechselfreudig zeigte und seinen Youngstern wie Lukas Salzseeler und Jakob Fassunge wieder einmal Einsatzzeiten gönnte. In der Schlussviertelstunde schickte er dann auch erstmals nach mehr als dreimonatiger Verletzungspause Sebastian Ullrich ins Tor. Dass dieser bei zwei abgewehrten „Freien“ gleich richtig gefordert wurde, hat ihm sichtlich gutgetan.

„Der Sieg passt“

TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel war mit dem Sieg, „der auch in der Größenordnung passt“, einverstanden. Nach der Galavorstellung gegen Konstanz habe man dieses Mal nicht erneut an die Leistungsgrenze gehen können. Wenn man allerdings am kommenden Samstag beim alten Rivalen TSB Horkheim bestehen will, wird man eine Schippe drauflegen müssen.