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Mit sechs Toren war Lucas Gerdon bester Werfer der TGS Pforzheim, konnte die Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen aber nicht verhindern.  Fotos: Ripberger/PZ-Archiv 

Späte Torflaute kostet TGS Pforzheim den Sieg

Tobias Müller und Michel Abt brachten es nach dem Spiel auf den Punkt. „Sicherlich hätte die Partie ein Unentschieden verdient gehabt“, sagte der Trainer der TGS Pforzheim. Und der Coach von Gastgeber Rhein-Neckar Löwen bestätigte: „Ich gehe da voll mit. Unsere Angriffsleistung hatte keinen Sieg verdient.“ Fast hätte es auch das leistungsgerechte Remis in der Partie der 3. Liga auch gegeben, doch mit einem 3:0-Lauf in der Endphase drehten die gastgebenden Handballer das Spiel noch zu einem 23:22 (14:13).

„Wir haben wir die entscheidenden Fehler selbst gemacht“, ärgerte sich Müller später und blickte vor allem auf die torlose Phase seines Teams ab der 53. Minute. Zuvor hatte der beste TGS-Werfer Lucas Gerdon zum 22:20 für die Pforzheimer getroffen. Auch ohne den verletzten Schlüsselspieler Florian Taafel dominierten die Gäste die zweite Halbzeit über weite Strecken. Das lag auch an der Abwehrleistung, die TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel „super“ nennt und an Torhüter Sebastian Ulrich, dem Taafel das Prädikat „überragend“ verpasst.

Warum hat es dann nicht zum Sieg gereicht? Warum gelang in den letzten acht Minuten kein Treffer mehr? „Es war niemand da, der das Heft in die Hand genommen hat. Der Mannschaft fehlte ein Kopf. Darüber müssen wir reden, daran müssen wir arbeiten“, so der TGS-Abteilungsleiter. Florian Taafel wäre der Spieler gewesen, der die Verantwortung übernommen und den klaren Kopf bewahrt hätte. Aber er fehlt mehrere Monate wegen eines Sehnenabrisses im Unterschenkel. Immerhin war Michal Wysokinski zurück. Der Kreisläufer half vor allem, die Abwehr zu stabilisieren, offensiv wurde er noch geschont.

Starker Löwen-Torhüter

Erschwerend kam für die Pforzheimer hinzu, dass Löwen-Keeper Mats Grupe zu großer Form auflief und mit 16 parierten Würfen einen „Sahnetag“ hatte. Insbesondere Mitte der zweiten Halbzeit, als die Löwen siebeneinhalb Minuten kein Tor warfen, hielt der Keeper die Gelbhemden im Spiel, als sie eine längere Torflaute hatten, Pforzheim sich vom 15:15 (38.) aber nur auf 17:15 absetzen konnten. Danach trafen auch die Löwen wieder und hatten in den letzten Minuten Vorteile. Am Ende war es David Ganzhorn, der den entscheidenden Treffer erzielte.