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Weiter oben anklopfen will der 1. CfR Pforzheim mit Stanley Ratifo (1. CfR Pforzheim), hier gegen Spielbergs Fabio Abbruzzese.  Foto: Hennrich 

Spannung in der Oberliga: Nur drei Punkte von Platz eins bis acht

Pforzheim. Wer dieser Tage die Tabelle der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg betrachtet, reibt sich mitunter verwundert die Augen. Zwischen Tabellenführer Stuttgarter Kickers (31 Punkte) und dem Tabellenachten 1. CfR Pforzheim (28) liegen vor dem letzten Spieltag der Vorrunde nur drei Punkte.

Auch wenn man berücksichtigt, dass die Kickers noch ein Nachholspiel gegen den SSV Reutlingen (aktuell punktgleich Zweiter) haben, ist diese Konstellation ziemlich einmalig. „In der Oberliga kann wirklich jeder jeden schlagen“, sagt CfR-Sportvorstand Torsten Heinemann. „So ausgeglichen war es noch nie. Wenn du zwei Spiele verlierst, bist du erst mal weg, wenn du zwei Spiele gewinnst, bist du ganz oben“, bestätigt Michael Wittwer.

Der Trainer des FC Nöttingen, aktuell mit 29 Punkten Vierter, kann sich gut vorstellen, dass es bis zum Saisonende so eng bleibt. Der Spielplan will es so, dass die Nöttinger am Freitagabend mit einem Heimsieg gegen die Neckarsulmer Sport-Union Spitzenreiter werden können – zumindest für eine Nacht. „Das interessiert mich nicht“, sagt Wittwer. „Ich will lieber am Saisonende vorne sein.“

Das würde vermutlich auch der CfR Pforzheim gerne tun. Vorstandsvorsitzender Markus Geiser freut sich über den sportlichen Aufwärtstrend nach einem durchwachsenen Saisonstart: „Wir sind dran. Und wir wollen weiter dran bleiben. Die Mannschaft kommt in den Rhythmus, die Automatismen greifen. Ich erwarte noch einiges von unseren Jungs in der Rückrunde. Das wird auf jeden Fall sehr interessant.“

„Wir haben jetzt das nötige Glück, das wir beim Saisonstart nicht hatten. Durch die Siege in den vergangenen Wochen haben wir viel Selbstvertrauen getankt“, sagte CfR-Flügelflitzer Johnathan Zinram nach dem 2:1-Sieg im Derby gegen den SV Spielberg. Und Linksverteidiger Serach von Norheim meinte: „Wir haben ein gutes Team. Unser Blick richtet sich jetzt nach oben.“ Von Nordheim und Zinram glauben, dass ihre Mannschaft am kommenden Samstag eine gute Chance hat, in Reutlingen zu gewinnen.

Der CfR könnte mit einem Dreier punktemäßig gleichziehen mit dem aktuellen Tabellenzweiten und gleichzeitig seinem Ex-Trainer Teo Rus in die Suppe spucken. Der war am vergangenen Samstag in Pforzheim und beobachtete die Partie CfR gegen Spielberg im Stadion Holzhof. Er sah einen CfR, der eine Stunde lang sehr gut spielte, nach dem Platzverweis gegen Spielberg allerdings die Zügel allzu sehr schleifen ließ.