nach oben
Start auf den Lohwiesen. In Huchenfeld wird am Samstag wieder eine bunte Läuferschar unterwegs ein, wenn der Sparkassen Cross über die Bühne geht. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Start auf den Lohwiesen. In Huchenfeld wird am Samstag wieder eine bunte Läuferschar unterwegs ein, wenn der Sparkassen Cross über die Bühne geht. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
10.11.2015

Sparkassen-Event in Huchenfeld: Alles, was Crosslauf attraktiv macht

Er zählt zu den außergewöhnlichsten Veranstaltungen im Sportkreis Pforzheim Enzkreis – der Sparkassen Cross in Huchenfeld. Seit 2008 gibt es ihn. Am kommenden Samstag, 14. November, ist es wieder so weit. Rund 700 Läuferinnen, Läufer und Kinder werden sich auf die Strecke rund um das Gelände des Lohwiesenhofes machen. Das weite Feld bietet alles, was Crosslaufen interessant und spektakulär macht: flache und große Hügel, Sandbunker und die „Huchenfelder Rampe“ – ein Berg, der mit 35 Lkw-Ladungen Erde aufgeschüttet worden ist. Beim Start- und Zielbereich am Lohwiesenhof gibt es auch ein Festzelt mit Bewirtung für Teilnehmer und Zuschauer.

Der erste Startschuss erschallt am Vormittag um 11.00 Uhr. Dabei geht es um die Schulmeisterschaften, die im Rahmen des Sparkassen Cross ausgetragen werden. „Viele Schulen sind mit großer Begeisterung dabei. Mir ist es ganz wichtig, dass sich die Kinder bewegen“, freut sich Wolfgang Hohl, der mit seinem Sohn Stephan Hohl – zweifacher deutscher Crossmeister – den Lauf aus der Taufe gehoben hat und ihn nach wie vor mit seinem Verein LAV Huchenfeld federführend organisiert. Um den Nachwuchs zu fördern, zahlen Jugendliche unter 18 übrigens kein Startgeld.

Stolz ist Wolfgang Hohl, dass er wieder zahlreiche Spitzen-Nachwuchsläuferinnen und -läufer an Land gezogen hat. Die weibliche U20 ist am besten besetzt. Alina Reh (TSV Erbach), die Vorjahressiegerin, Teilnehmerin an der Jugend-Olympiade und mehrfache deutsche Meisterin, ist erneut dabei. Ebenso Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen), die die deutsche Bestenliste über 3000 Meter anführt. Liane Weidner (SSC Berlin) ist Zweite über 2000 Meter Hindernis in der DLV-Bestenliste ihrer Altersklasse.

In der U 23 der Männer startet Philipp Reinhardt vom SV Einheit Worbis, mehrfacher deutscher Meister, unter anderem über 3000 Meter Hindernis, oder Amanal Petros (TSVE 1890 Bielefeld), der in Bad Liebenzell deutscher Meister im Straßenlauf (10 Kilometer) geworden ist. Auch Jannik Arbogast (LG Karlsruhe), der auf der Langstrecke zur deutschen Spitze zählt, schnürt die Laufschuhe in Huchenfeld. Unter anderem wurde er 2015 DM-Zweiter über 10 000 Meter und DM-Zweiter auf der Cross-Mittelstrecke. Ganz nebenbei gewann der Cross-Spezialist im Juni den Citylauf in Pforzheim über zehn Kilometer. Gemeldet ist auch Felicitas Mensing, früher LV Biet, heute LG Regensburg. Als Jugendliche zählte die mittlerweile promovierte Sportlerin unter Trainer Wolfgang Hohl zur nationalen Spitze auf der langen Hindernisstrecke. Sie läuft gerne in der alten Heimat.

Es gibt kein Sportevent in der Region, bei dem so viele nationale Spitzenathleten am Start sind. Richtig interessant für die Zuschauer wird es am frühen Nachmittag. Die am besten besetzten drei Läufe sind der krönende Abschluss. Ab 12.52 Uhr gehen U18, U20, U23. Männer und Frauen auf die Strecken über 4800, 6600 und 9000 Meter. Dabei geht es zum einen noch um die Wertung des deutschen Cross Cups (Finale am 21. November in Darmstadt) und um die EM-Qualifikation des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Als Beauftragter für den Crosslauf sitzt Wolfgang Hohl im Bundesausschuss Laufen des DLV. Sein Ziel: Er will den Crosslauf, die naturverbundenste Form des Laufens, in Deutschland populärer machen. So wie in Holland, Belgien oder England, wo bei Events wie dem in Huchenfeld, Tausende von Teilnehmern unterwegs sind.