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Stuttgarts Daniel Didavi  traf zweimal gegen Wolfsburg. Foto: dpa
Stuttgarts Daniel Didavi traf zweimal gegen Wolfsburg. Foto: dpa
20.12.2015

Spekulärer VfB-Heimsieg gegen Wolfsburg dank Zauberfuß Didavi

Mit seinem ersten Sieg im vierten Bundesliga-Spiel hatte sich Jürgen Kramny am Samstag eindrücklich für eine Weiterbeschäftigung beim VfB empfohlen. Dank des 3:1 (2:1)-Erfolgs gegen den VfL Wolfsburg kletterten die Stuttgarter, die bis dahin Tabellenletzter waren, auf Rang 15. Maximilian Arnold (14. Minute) hatte Wolfsburg vor 47.343 Zuschauern per Konter in Führung gebracht. Ausgerechnet der von den Wolfsburgern umworbene Daniel Didavi erzielte dann zwei Tore (22./ 47.). Zudem traf Filip Kostic (31.) für den VfB.

Stuttgarts Innenverteidiger Toni Sunjic sah nach einem Tritt auf den Knöchel von Bas Dost die Gelb-Rote Karte (70). Nach dem mühsamen 3:2-Pokalerfolg gegen Eintracht Braunschweig beendete der VfB nun die Negativserie von fünf sieglosen Spielen im Abstiegskampf.

Harsche Selbstkritik kam vom Wolfsburger Max Kruse. „Wir müssen grundlegende Dinge ändern! Das hat nichts mit der Struktur zu tun, sondern eher mit der Einstellung“, monierte der Stürmer. Auch Ratlosigkeit machte sich breit. „Ich weiß nicht, warum wir es auswärts nicht auf den Platz kriegen“, meinte Kruse, „zu Hause haben wir Selbstvertrauen ohne Ende.“

Doppel-Torschütze Didavi strahlte dagegen: „Die Ehrenrunde war nicht deshalb, weil wir so eine tolle Hinrunde gespielt haben. Wir wollten uns einfach bei den Fans bedanken“, meinte der Mann des Abends. „Der Trainer macht eine tolle Arbeit.“

Didavi war nach überstandener Verletzungspause zurückgekehrt und tat dem VfB sichtlich gut. Allerdings hatte auch der Spielmacher zunächst Mühe, vernünftige Aktionen zu setzen, da die Wolfsburger die Gastgeber viel laufen ließen und die Räume geschickt nutzten.