nach oben
Nur zu einer Großchance kam Dominik Salz (vorne). Nabinger, 1.CfR
Nur zu einer Großchance kam Dominik Salz (vorne). Nabinger, 1.CfR
06.05.2018

Spielberg entscheidet das Oberliga-Derby gegen den CfR für sich

Knapp 400 Zuschauer haben am Samstag das Oberliga-Derby zwischen den abstiegsbedrohten Mannschaften des SV Spielberg und des 1. CfR Pforzheim verfolgt. Sie sahen ein spannendes Fußballspiel, bei dem die Spielberger alles in die Waagschale warfen und verdient mit 2:0 gewannen. Im Gegensatz zu behäbig agierenden Pforzheimern wirkten die SV-Spieler frischer und mutiger.

Nach einer ersten Halbchance durch Spielbergs Nico Charrier, war es der Pforzheimer Dominik Salz, der Mitte der ersten Halbzeit freistehend vor Spielbergs Tor auftauchte, jedoch zu lange wartete und eine große Chance zur Gästeführung liegen ließ. Doch dieser Hochkaräter war bis zum Ende des Spiels die einzig wirklich nennenswerte Torannäherung des CfR. Vor allem mit der Einstellung seiner Spieler war Trainer Gökhan Gökce unzufrieden: „Die Art und Weise wie wir hier aufgetreten sind, kann ich mir nicht erklären. Wir haben uns spätestens nach dem 2:0 aufgegeben und über weite Strecken des Spiels keinen Biss gezeigt.“ Diese mangelnde Aggressivität bestraften die Spielberger in der 30. Minute durch Phil Weimer, der einen tollen Pass von Riccardo Di Piazza aus 20 Metern direkt nahm und im rechten unteren Toreck unterbrachte – keine Chance für CfR-Torwart Xaver Pendinger. Von nun an waren es die Gastgeber, die den Ton angaben. Mit gefährlichen Eckbällen brachten sie ein ums andere Mal Gefahr in den Sechszehner der Pforzheimer.

Nach der Pause das gleiche Bild. Nachdem Weimer sein zweites Tor mit einer dicken Kopfballchance verpasste, war es Philipp Leimenstoll, der mit einem strammen Schuss aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöhte. Vorausgegangen war ein sehenswerter Doppelpass mit Di Piazza, der geschickt mit der Hacke die Abwehr der Gäste aushebelte. Damit waren die Weichen nun endgültig auf Sieg gestellt. Ein Sieg, der aus Sicht von SVS-Trainer Tobias Winter die Überlegenheit seiner Spieler unterstrich. „Wir haben ein wirklich tolles Spiel gemacht und waren über das gesamte Spiel hinweg die bessere Mannschaft.“

Es war die schlechte Chancenverwertung der Spielberger und ein gut aufgelegter Pendinger, die eine Pforzheimer Blamage verhinderten. „Da müssen wir uns bei Xaver bedanken, der ein paar Mal in höchster Not im Eins gegen Eins rettete“, so Gökce. „Wir müssen in den nächsten Spielen dringend weiter Punkte sammeln. Die 30 Punkte reichen keinesfalls, um den Abstieg zu vermeiden.“