nach oben
Blumen zum Abschied: Bernd Stadler (Mitte) im Kreise der Mannschaft. Foto: Meister
Blumen zum Abschied: Bernd Stadler (Mitte) im Kreise der Mannschaft. Foto: Meister
21.05.2019

Spielleiter Bernd Stadler gibt sein Amt beim SV Spielberg auf

Karlsbad-Spielberg. Der Himmel weinte in Strömen während der Pressekonferenz des SV Spielberg. Sinnbildlicher hätte der Abschied von Sportvorstand Bernd Stadler am vergangenen Samstag im Rahmen der Partie gegen den 1.CfR Pforzheim nicht sein können.

„Natürlich ist Wehmut dabei“, so Stadler. Stadler bedauerte, dass zuletzt immer mehr Leute im Verein gegen seine Person gehetzt hätten. „Deshalb musste ich den Schlussstrich ziehen, um meine Familie und mich zu schützen“, erklärte Stadler. „Aufgrund der Unruhe tut der Abschied weh“, fügte er enttäuscht an.

Dabei habe die Mannschaft versucht, ihn nach seiner Entscheidung umzustimmen. Er war langjähriger Spielleiter und maßgeblich für den Aufstieg bis in die Regionalliga verantwortlich. „Ich bin glücklich, dass ich den Verein und das Dorf in Baden-Württemberg präsentieren konnte“, sagte er mit Stolz in der Stimme.

Stadler hatte den Posten 2010 von Berti Haas übernommen. Doch bereits seit 2007 hatte Stadler Haas bei seiner Arbeit begleitet. „Er hat unzählbare Stunden für den SV Spielberg geleistet und neue Maßstäbe gesetzt“, lobte Verwaltungsrat Reinhard Haas. Über die Jahre wuchs der Aufwand signifikant an und gleichzeitig wurden die finanziellen Herausforderungen größer. „Dennoch hat er immer die passende Lösung gefunden“, so Haas. In der Saison 2008/2009 war Stadler mitverantwortlich für den Aufstieg in die Oberliga. Nach dem unglücklichen Zwangsabstieg kehrte Spielberg bereits 2010/11 wieder in die Oberliga zurück. 2015 stand Spielberg im Finale des Badischen Landespokals gegen Nöttingen. Vor über 3.000 Zuschauern in Langensteinbach unterlagen die „Göckler“ mit 2:3. Nur drei Tage später machte der Verein den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte perfekt. Sensationell stieg Spielberg in die Regionalliga Südwest auf. Dort traf man auf namhafte Gegner wie Saarbrücken, Offenbacher Kickers oder Waldhof Mannheim. Trotz des Abstiegs konnte sich Spielberg wacker gegen die Profis behaupten.

Stadler gab an noch immer Herzblut für den Verein zu haben. Auf die Frage von Pressesprecher Jürgen Schiek, ob er sich eine Rückkehr zum SV Spielberg vorstellen könnte, antwortete er, dass im Fußball alles möglich sei.