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02.03.2013

Spitzenreiter: KSC besiegt Offenbach mit 2:1

Leistung gesteigert, drei Punkte geholt, Tabellenführung zurückerobert: Mit 2:1 besiegte der Karlsruher SC am Samstag die Offenbacher Kickers. Was sich so perfekt liest, war am Ende doch eine Zitterpartie – unnötig brachten sich die Badener zu Spielende noch einmal in die Bredouille.

Bildergalerie: Karlsruher SC besiegt Offenbach mit 2:1 - Platz 1

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Nachdem Markus Kauczinski in den letzten Spielen seine Mannschaft bis auf die linke Mittelfeldposition meist unverändert ließ, wechselte er gegen Offenbach sowohl den Linksverteidiger als auch einen defensiven Mittelfeldspieler. Kai Schwertfeger ersetzte dabei den bis auf Weiteres in die U19 zurückbeorderten Akpoguma, Steffen Haas den zuletzt überspielt wirkenden Varnhagen. Selcuk Alibaz behielt nach seinem guten Auftritt gegen Saarbrücken derweil seinen Platz in der Startelf, auch Hakan Calhanoglu wurde nach einer Zahn-OP rechtzeitig zum Anpfiff fit.

Engagiert, aber komplett harmlos begann der KSC das Spiel. Erst nach einer Viertelstunde sorgte eine Hereingabe von Alibaz für erste Gefahr, van der Biezen verpasste am zweiten Pfosten aber knapp. Wenn die Badener danach Gefahr ausstrahlten, dann bei Standards. Gerade nach Alibaz-Ecken von links kamen die Karlsruher Hünen zu gefährlichen Kopfbällen. Gordon vergab dabei in der 18. Minute die beste Gelegenheit, als er knapp über das Tor köpfte.

Folgerichtig demnach der Führungstreffer in der 35. Minute. Nachdem Calhanoglus Freistoß aus ähnlicher Position zuvor harmlos war, durfte der starke Alibaz den Freistoß von der rechten Seite aufs Tor ziehen. Gefährlich dreht sich der Ball in den Strafraum – und Koen van der Biezen vollendete die einstudierte Variante per Kopf ins rechte Toreck.

Die Gäste aus Offenbach blieben derweil in der ersten Hälfte ohne gefährlichen Torabschluss, der KSC bestimmte vor und nach dem Führungstreffer das Spiel weitestgehend. 1:0 somit auch der Halbzeitstand – ein gerechtes Ergebnis.

Ein Fernschuss von Calhanoglu eröffnete die zweite Hälfte, OFC-Keeper Wulnikowski konnte noch zur Ecke parieren. Insgesamt präsentierte sich der KSC gleich von Wiederbeginn an zielstrebiger als in der ersten Hälfte. Gerade der nun links agierende Edeltechniker Calhanoglu drehte auf, ein weiterer Fernschuss des Deutsch-Türken strich in Minute 54 leicht abgefälscht am Außenpfosten vorbei. Fünf Minuten später rettete die Latte für Offenbach, nachdem Wulnikowski bei Alibaz‘ Freistoß chancenlos gewesen wäre.

In der Folge verflachte das Spiel, bis sich in der 69. Minute Alibaz, der beste Mann auf dem Feld, selbst belohnte und von rechts im Strafraum zum 2:0 einschob. Hennings hatte mit einer schönen Einzelleistung die Vorarbeit besorgt. Die Entscheidung – dachten wohl die meisten. Fast im Gegenzug jedoch der Anschlusstreffer. Über Fetsch kombiniert sich Offenbach viel zu leicht durch den Strafraum, Reinhardt drückt den Ball zum 2:1 über die Linie. Es war die erste echte Chance der Gäste im gesamten Spiel.

Es blieb also spannend, auch weil Wulnikowski einen Peitz-Kopfball nach Alibaz-Freistoß in der 76. Spielminute ganz stark parierte. Zum deutlichen sichtbaren Missfallen ihres Trainers Kauczinski verlor der KSC in den letzten Minuten völlig seine Linie und ließ sich von den Offenbachern in den Strafraum drängen.

Eine überragende Parade von Orlishausen war in der Nachspielzeit nötig, damit sich der KSC nicht doch noch selbst um den verdienten Lohn eines ansonsten tadellosen Auftritts brachte. Doch der Karlsruher Schlussmann fischte eine Volleyabnahme von Fabian Bäcker gerade noch aus dem Eck. Die letzte Szene eines vor allem in der zweiten Hälfte unterhaltsamen Spiels.

Unter dem Strich bleiben drei Punkte und eine gute Leistung der zuletzt schwächelnden Badener. Nachdem Osnabrück im Derby Münster unterlag, grüßt der KSC jetzt wieder von der Tabellenspitze.