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Die Sportkreis-Führung mit (von links) Frank Stephan (stellvertretender Vorsitzender Finanzen) , Reiner Hell (Vertreter der Fachwarte), Iris Steffen-Baur (Sportabzeichen), Frank Nauheimer (stellvertretender Vorsitzender), Gudrun Augenstein (Vorsitzende), Jörg Augenstein (stellvertretender Vorsitzender), Bärbel Wallrabenstein (Pressewartin), Sonja Eitel (Ehrungsausschuss), Katharina Rambow (Geschäftsführerin) und Wolfgang Hohl (stellvertretender Vorsitzender). Foto: Mildenberger
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Zum Abschied überreichte Sportkreis-Vorsitzende Gudrun Augenstein dem langjährigen Sportabzeichen-Obmann Bruno Augenstein ein Präsent.

Sportkreis baut auf bewährte Kräfte

Die Zeiten sind nicht einfach für den organisierten Sport. Die Zuschüsse fließen nicht immer so, wie gewünscht. Der demografische Wandel drückt auf die Mitgliederzahlen der Vereine. Umso wichtiger und bemerkenswerter ist es, dass der Sportkreis Pforzheim Enzkreis mit einem bewährten und erfahrenen Team in die Zukunft geht. Beim Kreistag am Samstagvormittag in der Gräfin-Rhena-Halle in Neulingen-Bauschlott wurde die gesamte Führung des Sport-Dachverbandes einstimmig für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. An der Spitze führt weiter Gudrun Augenstein Regie. Sie hat das Amt jetzt schon seit 2010 inne und geht nun in ihre vierte Amtsperiode. In diese wird auch das 75-jährige Bestehen des Sportkreises im Jahre 2021 fallen.

Der Sportkreis umfasst derzeit 263 Vereine in Pforzheim und dem Enzkreis mit knapp 75 000 Mitgliedern. Nur 57 Vereine davon waren am Samstag anwesend. Sie lauschten zunächst dem Tätigkeitsbericht von Gudrun Augenstein. Sie wies darauf hin, dass sich die Mitgliederzahlen in den vergangenen drei Jahren im Sportkreis zwar nicht signifikant verändert hätten. Doch aktuelle Zahlen würden zeigen, dass es in den städtischen Vereinen in Pforzheim in den vergangenen zehn Jahren einen Rückgang von 1000 Kindern und Jugendlichen gegeben habe. Das sei Besorgnis erregend. Doch nicht nur der demografische Wandel, auch Themen wie Digitalisierung, Hauptamtlichkeit und fehlendes Ehrenamt seien Herausforderungen, die verstärkt in den kommenden Jahren auf die Vereine zukämen, warnt die Sportkreis-Vorsitzende.

Positive Finanzzahlen

Auf geordnete Finanzen konnte Frank Stephan, als stellvertretender Sportkreis-Vorsitzender für den Haushalt zuständig, verweisen. Die Haushalte der vergangenen drei Jahre waren ausgeglichen, auch wenn sich die Einnahmenseite recht statisch zeige, wie Stephan sich ausdrückte. Zum 31. Dezember 2018 hatte der Sportkreis Eigenkapital in Höhe von 148 787,58 Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist zum selben Datum einen Überschuss von 9500,42 Euro auf. Die Kasse wurde von den Kassenprüfern Fred Theurer und Anton Wegscheider geprüft. Einer Entlastung des gesamten Vorstandes stand anschließend nichts im Wege. Sie wurde auf Antrag von Gerhard Drautz, dem ehemaligen Sportkreis-Vorsitzenden, von der Versammlung einstimmig erteilt.

Drautz leitete zusammen mit Christoph Straub und Ulrich Beck vom gastgebenden TV Neulingen auch die Neuwahlen. Da sich alle Amtsträger zur Wiederwahl stellten, ging dieser Tagesordnungspunkt flott über die Bühne. Alle Würdenträger wurden einstimmig, ohne jede Gegenstimme, wiedergewählt. Der Vorstand setzt sich weiter aus der Vorsitzenden Gudrun Augenstein und den Stellvertretern Frank Stephan, Frank Nauheimer, Wolfgang Hohl und Jörg Augenstein zusammen. Neue Pressewartin ist Bärbel Wallrabenstein von der TG Stein. Den Ehrungsausschuss leitet weiter Sonja Eitel. Iris Steffen-Baur ist für die Sportabzeichen zuständig. Der langjährige Sportabzeichen-Obmann Bruno Augenstein vom TV Kieselbronn wurde von Gudrun Augenstein mit einem Präsent und lobenden Worten verabschiedet. Kassenprüfer sind weiterhin Fred Theurer und Anton Wegscheider.

Der nächste Sporkreistag findet im Jahr 2022 in Huchenfeld satt. Ausrichter ist der TV Huchenfeld.

Der rund zweistündigen Versammlung wohnten zahlreiche Vertreter aus Politik und Sport bei, darunter die Bundestagsabgeordnete Katja Mast (SPD), der Landtagsabgeordnete Erik Schweikert (FDP), Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims Sportbürgermeister Frank Fillbrunn und der Geschäftsführer des Badischen Sportbundes (BSB), Wolfgang Eitel.