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Nach dem Zweitliga-.Abstieg mit dem MSV Duisburg wechselt Defensivspieler Lukas Fröde zum Aufsteiger Karlsruher SC.  Weihrauch
Nach dem Zweitliga-.Abstieg mit dem MSV Duisburg wechselt Defensivspieler Lukas Fröde zum Aufsteiger Karlsruher SC. Weihrauch
12.06.2019

Stammplatz? Ziele? Weitere Verpflichtungen? KSC-Neuzugang Lukas Fröde im Interview

Kaum war bekannt, dass Lukas Fröde zum Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC wechselt, erhielt er eine „Gratulations- WhatsApp“ von Clemens Fritz. Der Ex-Nationalspieler ist nicht nur ein früherer KSC-Profi, sondern einer, der auch schon mit Fröde gespielt hat. Dieser Modellathlet (192 cm/85 kg) soll beim KSC mit seiner Kampfkraft für Stabilität im defensiven Mittelfeld sorgen. Auch weitere Neuzugänge sind im Gespräch.

PZ: Herr Fröde, Clemens Fritz, mit dem sie bei Werder Bremen gespielt haben, hat über Sie gesagt: „Lukas ist ein super Typ, menschlich ein absoluter Mehrwert für jedes Team und auch sportlich wird er dem KSC weiterhelfen.“ Das tat sicher gut?

Lukas Fröde: Klar! Man muss sich nur seine Vita anschauen, dann weiß man was so etwas wert ist. Wer Clemens kennt weiß, dass er ein Vorbild ist – auf allen Ebenen. Ich habe immer versucht, bei ihm Dinge abzuschauen. Er hat mir direkt seine Hilfe mit seinen „Karlsruhe-Kenntnissen“ angeboten. Überhaupt: Ich habe nur Positives über Karlsruhe und Baden gehört.

Man kann davon ausgehen, dass Sie für die Startelf gesetzt sind ...

Das wird sich zeigen. Aber natürlich strebe ich das an, auch daher habe ich mich für den KSC entschieden. Doch die Saison ist lang und schwer: Es ist wichtig, einen starken Kader zu haben, in dem sich jeder zerreißt. Ich sehe gute Chancen zu spielen, auch nach den Gesprächen, die ich gehabt habe …

Hat Ihnen KSC-Trainer Alois Schwartz einen Stammplatz zugesichert?

Garantien gibt es keine. Wir haben über grundsätzliche Dinge gesprochen, wie zum Beispiel die Spielphilosophie, die der Trainer umsetzen möchte. Wir waren auf einer Wellenlänge. Das war alles positiv, ich hatte das Gefühl, dass wir in eine Richtung denken. Das ist eine positive Grundvoraussetzung. Das war ein großes Plus beim KSC, daher freue ich mich, wenn es losgeht …

Sie haben ein Jahr Zweitliga-Abstiegskampf mit dem MSV Duisburg hinter sich. Nun erwartet Sie wohl eine ähnlich harte Saison, oder?

Es wird auf jeden Fall nicht leicht. Diese Liga ist zum einen sehr schwierig, zum anderen müssen wir uns nicht verstecken, da bin ich sicher. Es ist wichtig, dass man von Anfang an weiß: Da bekommt man nichts geschenkt, sobald man nur ein paar Prozent nachlässt, kann man in einen Abwärtsstrudel reingeraten. Das ist uns in Duisburg passiert. Jedes Training voll fokussiert angehen, in jedem Spiel alles abrufen, dann kann man in der Liga überall etwas holen. Ich bin davon überzeugt, dass man jeden schlagen kann, auch wenn uns große Namen gegenüberstehen.

Kennen Sie jemand aus dem Karlsruher Kader?

Mit David Pisot habe ich in Würzburg gespielt. Er ist ein sehr angenehmer Mensch.

Man hat Sie als defensiven Mittelfeldspieler, der auch in der Innenverteidigung spielen kann, vorgestellt. Ist Ihnen die Position egal?

Ich wurde auf beiden Positionen ausgebildet, habe immer mal gewechselt. Ich sehe das eher als eine Stärke, wenn man zwei Positionen bekleiden kann. Zuletzt habe ich vermehrt auf der Sechs gespielt. Dann ab und zu in der Innenverteidigung. Beides sind Positionen, die ich gerne spiele, ich lege mich nicht fest. Da ich aber zuletzt rund zwei Jahre auf der Sechs spielte, liegt da ein größerer Rhythmus vor – dennoch: Egal.

Was sind Ihre persönlichen Ziele?

Ich möchte dazu beitragen, dass wir eine gute Saison erleben. Ich will gute Leistungen abliefern, will mich weiterentwickeln, verbessern. Das geht über Spiele, über zusätzliche Erfahrungen. Ich will das Bestmögliche herausholen.

Hat man mit Ihnen darüber geredet, wie man die Karlsruher Mannschaft nach der Zweitliga-Rückkehrer verändern will?

Klar. Es sollen für jeden Mannschaftsteil Spieler kommen. Namen kenne ich keine.