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Nach seinem triumphalen Sieg in Frankfurt wagt Triathlet Sebastian Kienle am Sonntag vielleicht auch einen Kurzauftritt beim Triathlon in Mühlacker. Dedert
Nach seinem triumphalen Sieg in Frankfurt wagt Triathlet Sebastian Kienle am Sonntag vielleicht auch einen Kurzauftritt beim Triathlon in Mühlacker. Dedert
19.07.2017

Stargast bei Mühlacker Triathlon: Sebastian Kienlie gibt sich die Ehre

Premiere in Mühlacker: Am kommenden Sonntag, 23. Juli, steigt der erste Volksbank-Triathlon. Bis gestern hatten sich rund 380 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet.

Noch nicht dabei war Sebastian Kienle. Der Triathlon-Weltmeister von 2014, der in Mühlacker wohnt, wird vielleicht, wie er gegenüber der PZ erklärte, in der Staffel starten. Auf alle Fälle wird der 33-jährige Stargast aber vor Ort sein und eine Autogrammstunde geben.

„Am gesamten Rennen möchte ich nicht teilnehmen. Weil ich nach dem Ironman Frankfurt noch Erholung brauche“, sagt Kienle. Der in Mühlacker geborene Athlet, der in Knittlingen aufwuchs, hat die Triathlon-EM vor zwei Wochen überlegen in der sensationellen Zeit von 7:41:42 Stunden gewonnen.

Lob für ehrenamtlichen Einsatz

Kienle freut sich sehr, dass seine Erfolge in den vergangenen Jahren eine Triathlon-Begeisterung in Mühlacker ausgelöst haben und dies jetzt im Volksbank-Triathlon mündet. „Ich glaube schon, dass meine Erfolge mit ausschlaggebend waren, dass diese Idee gereift ist. Aber zur Umsetzung habe ich nicht viel beigetragen, leider fehlt mir dafür inzwischen die Zeit. Ich finde es aber klasse das sich so viele Leute ehrenamtlich dafür einsetzen, nicht jeder muss gleich einen Ironman machen“, betont Kienle und fügt hinzu: „Wenn dieses Event der Anlass dazu ist, dass der eine oder andere vielleicht motiviert wird, etwas mehr Sport zu treiben, dann ist das Hauptziel schon erfüllt.“

Bei der Streckenplanung wurde Kienle vom Veranstalter nach seiner Meinung gefragt. Er riet davon ab, die Radstrecke auf dem Enztal-Radweg zu absolvieren. „Das wäre meines Erachtens deutlich zu eng und deswegen gefährlich gewesen“, so Kienle.

Das große Ziel des Weltklasse-Triathleten ist auch 2017 Hawaii, das Mekka des Ironman und im Oktober Schauplatz der Weltmeisterschaften. Betrachtet man die aktuelle Form der Topleute, hat Kienle sicher die Chance, den Erfolg von 2014 zu wiederholen. Nach seiner Ruhephase wird er Ende Juli wieder voll ins Training einsteigen. „Ein oder zwei Vorbereitungsrennen werde ich noch machen, bevor es Ende August nach Chattanooga geht, wo ich probieren werde, den dritten WM-Titel über die 70.3-Strecke zu holen. Von dort aus geht es direkt weiter nach Hawaii, wo ich fünf Wochen vor dem Rennen die letzte Vorbereitung absolvieren werde“, sagt Kienle zur weiteren Saisonplanung in diesem Jahr.

Auf dem Kelterplatz gehts rund

Das Herz der Mühlacker Triathlons schlägt auf dem Kelterplatz vor dem Rathaus. Dort ist der Zieleinlauf, da finden auch ein Rahmenprogramm und um 15.00 Uhr die Siegerehrung statt.

Geplante Startzeiten für die drei Wettbewerbe am Sonntag sind: Jedermann-Triathlon (11.10 Uhr), Olympischer Triathlon (11.30 Uhr), Sprint-Distanz (12.30 Uhr). Der erste Jedermann wird gegen 11.50 Uhr im Ziel erwartet. Die Sieger der Olympischen Distanz (1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) und der Sprintdistanz (750/20/5,4) werden gegen 13.40 Uhr auf dem Kelterplatz erwartet.

Nachmeldungen möglich

Wer Lust hat, beim Triathlon zu starten, kann dies spontan machen. Nachmeldungen vor Ort sind noch am Samstag bei der Startunterlagenausgabe auf dem Kelterplatz und am Sonntag vor dem Start im Schwimmbad möglich, wie Yannick Rent von „Eventpower“ mitteilt. Rent hofft auf insgesamt 400 Teilnehmer.

Am Tag der Veranstaltung ist in Mühlacker mit zeitweiligen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen, weil einige Straßen gesperrt sind (Details siehe auf der Internetseite der Veranstaltung).