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Pforzheims Defensive stand sicher. Hier hält Nicolai Gerstner Viernheims Philipp Gunst auf. Foto: Ripberger
Pforzheims Defensive stand sicher. Hier hält Nicolai Gerstner Viernheims Philipp Gunst auf. Foto: Ripberger
01.10.2017

Starke Abwehr sichert den Sieg: SG Pforzheim/Eutingen gewinnt 24:18 gegen Viernheim

Pforzheim. So langsam scheinen die Oberliga-Handballer der SG Pforzheim/Eutingen auf Betriebstemperatur zu kommen. Doch beim nie gefährdeten 24:18 (10:4)-Heimsieg gegen Aufsteiger TSV Amicitia Viernheim sind auch noch Wünsche offengeblieben. „Vor allem beim Positionsangriff tun wir uns in der jungen Saison noch schwer. Aber nach einer Woche Spielpause und unseren Verletzungsproblemen will ich nicht meckern“, meinte SG-Trainer Alexander Lipps im Moment des Triumphs in der Bertha-Benz-Halle. Wohlwissend, dass zu Beginn der englischen Wochen mit drei Partien in nur acht Tagen die spielerischen Stellschrauben fein justiert werden müssen.

Den Viernheimern zog das SG-Team mit einer kompakten Abwehr den Zahn. Gerade den körperlich starken TSV-Werfern Philipp Bernhardt, Jannik Geisler und Marcel König ließen die Pforzheimer in der ersten Halbzeit kaum einmal Raum zur Entfaltung. Die 1:0-Führung der SG durch Michael Hohnerlein bauten Dominik Seganfreddo per Siebenmeter, Max Lupus und Julian Broschwitz auf 6:2 aus. Gerade Broschwitz fand aus dem Rückraum immer wieder die Lücken und erzielte sechs Treffer. An der Seite von Hohnerlein, Strehlau und später Tobias Müller im Abwehrzentrum hielt der 20-Jährige den Laden auch hinten zusammen. Der Gegner verfing sich ein ums andere Mal im engmaschigen Netz der Pforzheimer. Hinzu kamen herausragende Torhüterleistungen. Von fünf Siebenmetern brachten die Viernheimer nur einen im Tor unter. „Unsere starke Abwehrleistung war heute sicherlich der Schlüssel zum Erfolg“, konstatierte Trainer Lipps. „Vier Gegentore in 30 Minuten sind extrem wenig. Wir haben aber auch im Angriff einige Großchancen liegenlassen. Daran müssen wir unbedingt arbeiten.“

Dieser kleine Schönheitsfehler fiel letztlich aber nicht ins Gewicht. Zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgten Seganfreddo, Broschwitz und Nicolai Gerstner mit einem Sololauf dafür, dass der Abstand zum Gegner nahezu konstant blieb. Nach dem 15:7 erlaubten sich die Gastgeber zwar auch kleinere Päuschen. Eng wurde es aber trotzdem nicht, was den Viernheimer Trainer Frank Schmitt ärgerte: „Gerade in der zweiten Hälfte haben uns die Pforzheimer oft ein Türchen offengelassen, wir haben es aber nicht geschafft, das zu nutzen.“ Bis auf 19:14 kamen die Viernheimer lediglich heran, ehe das SG-Team wieder seinen Rhythmus fand und spätesten beim 22:15 die Partie entschieden hatte. Nun erwartet die Pforzheimer beim nächsten Auftritt am morgigen Dienstag bei Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union allerdings eine ganz andere Aufgabe. „Die Neckarsulmer kommen aus einer kompakten 6:0-Abwehr und haben gefährliche Rückraum-Werfer“, warnt SG-Coach Alexander Lipps.