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Vom weiblichen Nachwuchs der Wolfsberger ist Hanna Kantenwein am meisten zuzutrauen.
Vom weiblichen Nachwuchs der Wolfsberger ist Hanna Kantenwein am meisten zuzutrauen.
Während der Turnierwoche wird Marko Lenz viele Blicke auf sich ziehen. Der TCW-Spieler ist an Nummer eins gesetzt.
Während der Turnierwoche wird Marko Lenz viele Blicke auf sich ziehen. Der TCW-Spieler ist an Nummer eins gesetzt.
30.06.2016

Starke Besetzung beim Tennis-Turnier des TC Wolfsberg

Während das berühmte Rasenturnier von Wimbledon im Bezahlfernsehen läuft, können Sportfreunde in Pforzheim kommende Woche feines Sandplatztennis kostenlos anschauen. Zum 34. Mal richtet der TC Wolfsberg vom 4. bis zum 9. Juli ein Turnier für Männer und zum 33. Mal eines für Frauen aus.

Der Goldstadtpokal stimmt einmal mehr auf die Zweitliga-Saison der Männer ein, die dann von Mitte Juli bis Mitte August läuft. Trotz starker Besetzung beim Turnier ist durchaus denkbar, dass ein TCW-Spieler die 1400 Euro Siegprämie holt, denn Marko Lenz, der 2014 gewann, führt das Feld an, und an Nummer zwei ist sein Vereinskamerad Andre Wiesler gesetzt.

Fünf TCW-Männer im Hauptfeld

Aufgrund seiner Ranglistenposition ist Felix Wild vom TCW ebenfalls fürs Hauptfeld qualifiziert. Dank einer sogenannten Wildcard sind auch noch Alexander Flock sowie der dreifache Turniersieger Holger Fischer dabei. 14 weitere Spieler des TC Wolfsberg nehmen ab Montag die dreitägige Qualifikation in Angriff.

Pascal Meis, in der neuen Saison der deutsche Topspieler am Wolfsberg, verzichtet auf einen Start, wofür Turnierleiter Thomas Hell Verständnis hat. „Er spielt nur ITF-, Future- oder Challenger-Turniere, denn bei denen kann er Punkte für die Weltrangliste holen. Marko Lenz macht es andersrum. Er wohnt in Karlsruhe, studiert und spielt bei Preisgeldturnieren mit.“

Auf Hells Zulassungsliste taucht auch ein bekannter Name auf: Der 34 Jahre alte Maximilian Abel gehörte einst zum Junior Team von Boris Becker, kam aber bald vom Weg an die Spitze ab. Darauf, dass der Mann vom TK Langen wirklich kommt, will Turnierleiter Hell nicht wetten. Nach derzeitigem Stand müsste Abel, die Nummer 245 der deutschen Rangliste, in die Qualifikation. Das werde er sich wohl nicht antun wollen, vermutet Hell, dem Abel schonmal kurzfristig absagte.

Bei den Frauen darf sich Emely Karcher vom TCW aussuchen, ob sie per Wildcard ins Hauptfeld der internationalen badischen Meisterschaften rückt oder ob sie lieber die Qualifikation in Angriff nimmt. Für einen Einsatz in der Quali spricht aus Sicht von Hell die Aussicht auf ein Erfolgserlebnis. Im Hauptfeld könnte es dagegen schon in der ersten Runde eine klare Niederlage setzen. Das gilt außer für Emely auch für Josephine Karcher und Vivien Schaible. Ein wenig besser sind die Aussichten für Hanna Kantenwein als Nummer 13 im 32er-Feld.

Der an Nummer acht gesetzten Iva Primorac vom TCW räumt Hell sogar eine Siegchance ein. Allerdings weist er auch darauf hin, dass die 20-jährige Kroatin seit gut einem Monat eine Bänderverletzung plagt. Eine Position besser als sie steht Anna-Benita Fuchs. Die 24-jährige vom TC Lauffen stammt aus Sternenfels. Auf dem Papier hat Ellen Linsenbolz (TuS Heidelberg/Jahrgang 1989) die besten Chancen, am Samstag der kommenden Woche den Siegerscheck über 1000 Euro zu erhalten. Voraussichtlich ist als einzige frühere Turniersiegerin Angelika Roesch (DTV Hannover/Jg. 1977) am Start. Alyona Sotnikova, die 2015 gewann, hat genau wie Felipe Mantilla (Vorjahressieger Männer) keine Meldung abgegeben.

Gespielt wird von Montag bis Mittwoch ab 13 Uhr und von Donnerstag bis Samstag bereits ab 10 Uhr – und das auf bis zu zehn Plätzen. „Grundsätzlich ist das Spiel bei den Männern offensiver. Die Frauen spielen abwartender“, sagt Hell, der bereits seit 1987 Turnierleiter ist. Kein Wunder, dass TCW-Präsident Reiner Hell sagt: „Das Turnier ist für Thommi eine Herzensangelegenheit.“