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Torschütze Joao Tardelli (Mitte) freut sich über sein Tor des Tages für den CfR. Foto: Ripberger
Torschütze Joao Tardelli (Mitte) freut sich über sein Tor des Tages für den CfR. Foto: Ripberger
16.09.2018

Starke Leistung von Tardelli gegen Neckarsulm: Sieg für CfR Pforzheim

Pforzheim. Es lief die 71. Minute, als ein frisch vermähltes Hochzeitspaar mit seiner Gefolgschaft hupend in die Robert-Bauer-Straße einbog. Kurze Zeit später flogen zig rote, pinke und weiße Luftballons am CfR-Clubhaus in die Höhe und füllten den Nachtmittagshimmel überm Holzhofstadion. Es war wohl ein Zeichen für den CfR, denn in der 78. Minute hob auch Joao Tardelli ab.

Eine von Fatih Ceylan maßgeschneiderte Ecke erreichte den brasilianischen Mittelfeldspieler, der schraubte sich im Strafraum in die Höhe und köpfte unhaltbar zum 1:0-Siegtreffer für den Pforzheimer Fußball-Oberligisten ins lange Eck ein.

Von den aufsteigenden Luftballons hatte der 30-Jährige nichts mitbekommen, trotzdem freute er sich über seinen so wichtigen ersten Saisontreffer, mit dem er am Samstag seine starke Leistung im Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union krönte. Was hatte es mit seinem Tauben-Jubel auf sich? „Mein Bruder Pedro spielt in der A 2. Wir haben ausgemacht, sollten wir am Wochenende beide treffen, machen wir dieselbe Jubelgeste“, erklärte Tardelli nach dem Schlusspfiff.

Müde Beine

Der CfR führte am Samstag seine Serie gegen Neckarsulm fort. Noch nie verlor man gegen die Sport-Union. Allerdings konnte der CfR auch nicht an die gute Leistung vom Spiel unter der Woche gegen Bahlingen, das man dennoch 0:1 verlor, anknüpfen. Die Beine waren müde. In einem Kampfspiel gab es auf beiden Seiten kaum klare Torchancen. Deshalb meinte CfR-Trainer Gökhan Gökce auch hinterher: „Eine Punkteteilung wäre durchaus gerecht gewesen.“

Gökce brachte für den verletzten Stürmer Dominik Salz, (Riss im Muskelansatz des Knies/Vier Wochen Pause) den quirligen Kreshnik Lushtaku im Sturm. Der 24-Jährige hatte gute Ansätze, bekam aber auch zu wenig Bälle in die Tiefe gespielt. Dennoch war Gökce mit dessen Leistung zufrieden. Nach dem Ausfall von Dominik Salz sei Kreshnik Lushtaku absolut „eine Option“ im Sturm für die weiteren Spiele.

Lushtaku war es auch, der in der fünften Minute die erste Chance für den CfR einleitete. Sein Querpass landete bei Tim Oman, der allerdings völlig freistehend aus sieben Metern den Ball übers Tor setzte.

Manuel Salz wieder stark

Glück für den CfR in der 23. Minute, als der Neckarsulmer Maximilian Gebert ein Missverständnis zwischen Julian Grupp und Zvonimir Borac nutzte und alleine auf Manuel Salz zulief. Der Pforzheimer Keeper war aber wie in den Spielen zuvor zur Stelle, verkürzte den Winkel und entschärfte den Schuss aus kurzer Distanz.

Auch in der 63. Minute tauchte er blitzschnell ab und lenkte erneut einen Gebert-Schuss zur Ecke. Eine Minute später hatte er Glück, als Quadie Barini einen Kopfball an die Latte setzte. Nach dieser Aktion machte dann die Hochzeitsgesellschaft auf sich aufmerksam.

Steigerung noch möglich

„Kämpferisch war das gut heute, spielerisch können wir uns gewiss noch steigern“, meinte Torschütze Tardelli nach den Saisonpunkten sieben, acht und neun. Sein Trainer beziffert das Steigerungspotenzial auf 50 Prozent. Gökce: „Wir sind froh über die drei Punkte. Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen, macht die Menschen glücklich.“