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Dominik Stroh-Engel machte sein erstes Tor für den Karlsruher SC in der dritten Liga. Foto: dpa
Dominik Stroh-Engel machte sein erstes Tor für den Karlsruher SC in der dritten Liga. Foto: dpa
21.07.2017

Start 3. Liga: KSC-Aufholjagd gegen Osnabrück mit Punkt belohnt

Karlsruhe. Trotz schwacher erster Hälfte und einem 0:2-Rückstand gelingt dem Karlsruher SC gegen den VfLOsnabrück noch ein 2:2. Der KSC steigert sich nach der Pause, Dominik Stroh-Engel und Anton Fink treffen im WIldparkstadion für die Gastgeber.

Nach einer Seuchensaison mit dem Abstieg aus der 2.Bundesliga hat der Karlsruher SC seine Fans zum Saisonstart zumindest teilweise entschädigt. Nach einer schwachen ersten Hälfte und einem 0:2-Rückstand retteten die Badener im Auftaktspiel der 3. Liga beim 2:2 gegen den VfL Osnabrück mit einer furiosen Aufholjagd durch die Tore von Dominik Stroh-Engel und Anton Fink zumindest einen Punkt und ließen so die knapp 15000 Zuschauer im Wildparkstadion letztlich zufrieden zurück. „Das war ein Stolperstart, aber am Ende war alles in Ordnung“, sagte KSC-Trainer Marc-Patrick Meister. Dabei knöpften die Badener erst nahtlos an eine Spielzeit voller Pleiten, Pech und Pannen an und kassierten gleich den nächsten Nackenschlag. Kwasie Okyere Wriedt hebelte mit einem Pass in die Schnittstelle die Viererkette aus, und Jules Reimerink ließ sich frei vor KSC-Keeper Uphoff nicht zweimal bitten – 0:1 (12.).

Die Gastgeber bemühten sich um eine schnelle Antwort, aber der behäbige und unpräzise Spielaufbau blieb Stückwerk, die zahllosen langen Bälle waren ebenso eine leichte Beute der Osnabrücker Abwehr wie die weitgehend harmlosen Standards. Die VfL-Kicker hätten schnell das 2:0 nachlegen müssen, als Wriedt im Strafraum Abwehrspieler David Pisot das Leder abnahm, doch der Osnabrücker Stürmer zielte freistehend übers Tor (25.). Später machte Wriedt sein Versäumnis wieder wett, als er Martin Stoll auf der Torauslinie austanzte und Tim Danneberg das 2:0 auflegte (38.).

„Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit nicht die nötige Konzentration an den Tag gelegt und zu viel Schnickschnack gespielt“, räumte Stürmer Stroh-Engel nach der Partie ein. Fünf Wochen Vorbereitung seien relativ kurz, ergänzte der Neuzugang von Erstliga-Absteiger SV Darmstadt 98.

Der aufmunternde Beifall, mit dem die KSC-Fans ihr Team nach der Pause empfingen, zeigte Wirkung. Die Gastgeber wirkten nun entschlossener und hatten nach einer Ecke durch Stoll den ersten ernstzunehmenden Torschuss (49.). Spielerisch wurde es von Minute zu Minute besser und mündete in den Doppelschlag zum Ausgleich: Erst hielt Stroh-Engel an die Hereingabe von Marc Lorenz den Fuß hin (69.), dann wurde der gerade eingewechselte Florent Muslija im Strafraum gefoult und Fink verwandelte den Foulelfmeter sicher (74.). Kurz darauf verpasste der soeben eingewechselte Fabian Schleusener nach einer Hereingabe des Mönsheimers Matthias Bader den Siegtreffer nur hauchdünn.

Der KSC blieb bis zum Schluss am Drücker, verpasste aber den erhofften Auftaktsieg. Dennoch wurden die Spieler nach einer ansprechenden zweiten Spielhälfte von den Fans mit Applaus verabschiedet. „Wir haben gesehen, was für eine Unterstützung wir in der Stadt haben – die brauchen wir auch“, sagte KSC-Trainer Meister.