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Option im Angriff: Nöttingens Neuzugang Mattia Maggio (links).  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

Start in den Abstiegskampf: FC Nöttingen erwartet am Freitag den FC Homburg

Remchingen-Nöttingen. Beim FC Nöttingen ist man stolz auf die Rückkehr in die Fußball-Regionalliga, Illusionen macht man sich vor dem ersten Spiel am Freitag (19.00 Uhr) im heimischen Panormastadion gegen den FC Homburg allerdings nicht.

„Wir freuen uns auf den Abstiegskampf“, sagt Dirk Steidl. Das Zitat hat der Nöttinger Vorsitzende von einem Vertreter des SV Darmstadt „geklaut“ – die Hessen treten in der Bundesliga vermutlich ebenso als krasser Außenseiter an wie Nöttingen vier drei Spielklassen tiefer.

Wohl noch nie zuvor war die Regionalliga im Südwesten so stark besetzt wie in dieser Saison. Mehr als zehn ehemalige Erst- und Zweitligisten sind im Boot. Den ersten Vertreter dieser Gruppe bekommt der Remchinger Dorfclub gleich heute serviert: den FC Homburg, einen von sechs ehemaligen Erstligisten. „Spielstark, schnell, torgefährlich – eine sehr gute Mannschaft“, ordnet Dubravko Kolinger den Gegner, den er schon beobachtet hat, ein. Für den Trainer des FC Nöttingen ist klar: „Wir werden uns strecken müssen.“ Das ist eine Einschätzung, die für die gesamte Saison gilt.

Homburger Ansprüche

Die Gäste aus dem Saarland haben die vergangene Saison trotz einiger Verletzungsprobleme mit starken 59 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz abgeschlossen. Auch diese Saison geht der Blick nach oben: „Wir wollen länger im Aufstiegskampf dabei sein“, kündigt FCH-Stürmer Kai Hesse, und weiß auch, worauf es dazu ankommt: „Ein guter Start in Nöttingen ist Pflicht.“

Homburg will beim FCN siegen, weiß aber auch um die Schwierigkeiten, die im Panoramastadion lauern können: „Nöttingen hat eine kompakte Mannschaft, hat gute Standards und ein gutes Tempo auf den Außenbahnen“, sagt Homburgs Trainer Jens Kiefer. Besonderen Respekt hat er vor den gegnerischen Angreifern. Torjäger Michael Schürg kenne man noch von Nöttingens Regionalliga-Gastspiel vor zwei Jahren, mit Mattia Maggio sei ein weiterer Topstürmer dazu gekommen.

„Zwei, drei Positionen offen“

Welche Formation Dubravko Kolinger gegen Homburg aufbieten wird, verrät er noch nicht. „Ich habe eine Mannschaft im Kopf, aber zwei, drei Positionen sind noch offen“, sagte er am Dienstag. Man darf also gespannt sein, welches Team der Trainer heute auf den Rasen schickt und in welcher Formation gespielt wird. Es wäre wenig überraschend, wenn Andreas Dups seine Position als Nummer eins zwischen den Pfosten verteidigen würde, aber Robin Kraski ist ein starker Konkurrent. Kapitän Timo Brenner und Holger Fuchs sind sicherlich weiter als defensive Stabilisatoren gefragt. Felix Zachmann, Eray Gür und Mario Bilger waren vergangene Saison Stammkräfte im Mittelfeld.

Spannend ist der Kampf um die Plätze in der Offensive, wo mit Niklas Hecht-Zirpel, Leutrim Neziraj, Michael Schürg und Neuzugang Mattia Maggio das Angebot besonders groß ist. Kolinger hat die Qual der Wahl. Entscheidend könnte sein, in welchem System der neue FCN-Trainer spielen lässt: mit einer Spitze, wie in der vergangenen Saison meist geschehen, oder sogar mit zwei Angreifern.

PZ-news tickert am Freitag ab 18.00 Uhr live vom ersten Spiel in der neuen Regionalliga-Saison des FC Nöttingen.