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Das Spiel der SG Pforzheim/Eutingen lenken soll in der kommenden Saison Neuzugang Felix Lobedank mit seiner Erfahrung aus der Bundesliga (links, am Ball). Im Tor hat Mile Matijevic (rechts, im Testspiel gegen die Füchse Berlin) starke Konkurrenz bekommen, gilt aber immer noch als die Nummer eins im Tor. Foto: Meyer
Das Spiel der SG Pforzheim/Eutingen lenken soll in der kommenden Saison Neuzugang Felix Lobedank mit seiner Erfahrung aus der Bundesliga (links, am Ball). Im Tor hat Mile Matijevic (rechts, im Testspiel gegen die Füchse Berlin) starke Konkurrenz bekommen, gilt aber immer noch als die Nummer eins im Tor. Foto: Meyer
10.09.2018

Start in die Handball-Saison: SG Pforzheim/Eutingen muss mit der Favoritenrolle leben

Pforzheim. Mit einer Woche Verspätung startet die SG Pforzheim/Eutingen am kommenden Samstag in die neue Saison der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Der Grund ist bekannt: Auftaktgegner TV 1893 Neuhausen hat seine Mannschaft kurzfristig zurückgezogen und gilt somit als erster Absteiger.

Los geht es für die Jungs von Trainer Alexander Lipps nunmehr mit der Auswärtspartie bei der SG Köndringen/Teningen. Das wird eine ganz harte Nuss, weil der Absteiger aus der 3. Liga sein Auftaktspiel gleich beim TSV Weinsberg verloren hat und somit unter Zugzwang steht.

Überhaupt gab es am ersten Spieltag der BW-Oberliga einige Überraschungen. So verloren der TV Plochingen und und H2 Ku Herrenberg, beides hoch gehandelte Teams im Titelrennen, ihre Heimspiele.

Vor dem Saisonstart der SG Pforzheim/Eutingen beantwortet die PZ die wichtigsten Fragen.

Mit welchem Ziel geht die SG in die neue Saison?

Natürlich würde die SG gerne wieder in die 3. Liga aufsteigen. Von der Konkurrenz wird das Team von Alexander Lipps auch hoch gehandelt. „Klar, wir sind Favorit, dieser Situation müssen wir uns stellen“, sagt der Coach, dessen Team vergangene Saison als Dritter den sofortigen Wiederaufstieg hauchdünn verpasst hat.

Wie hat sich der Kader verändert?

Für SG-Verhältnisse kommen auffällig viele Neuzugänge nicht aus dem eigenen Nachwuchs. Mit Felix Lobedank kommt ein Neuer mit reichlich Bundesliga-Erfahrung aus Stuttgart. Für Rechtsaußen Dominic Seganfreddo wurde Sören Schmid aus Bietigheim geholt. Mit Linksaußen Marius Seifried kehrt ein SG-Eigengewächs zurück. Dazu kommen wie immer einige vielversprechende Talente aus der eigenen Bundesliga-A-Jugend.

Was ist von den Neuzugängen zu erwarten?

Felix Lobedank soll die jungen Spieler in kritischen Situationen führen, fordert Trainer Lipps. Mit Lobedanks Erfahrung sollen noch ein paar Prozente mehr aus dem Kader herausgekitzelt werden. Sören Schmid gehörte in Bietigheim auch zum Kader der Zweitliga-Mannschaft, spielte aber zumeist in der zweiten Mannschaft. Er ist ein vielversprechendes Talent, ebenso wie Marius Seifried.

Wie sieht es auf der so wichtigen Torhüterposition aus?

Da ist die SG richtig gut besetzt. Für Alexander Lipps macht die Torhüterleistung ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtleistung in einer Saison aus. Nach dem Weggang von Rico Petruzzi wurde mit Adam Studentkowski ein Talent aus der A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen geholt. Florian Eitel vom HC Neuenbürg ist eine wertvolle Ergänzung auf der Position. „Es ist noch nicht final entschieden, wer als Nummer eins im Tor steht“, sagt Alexander Lipps, wenngleich Mile Matijevic wohl die Nase vorn haben wird.

Wer sind die Favoriten in der BW-Oberliga?

Neben der SG Pforzheim/Eutingen wird der TV Plochingen, der sich gut verstärkt hat, hoch gehandelt. H2Ku Herrenberg und der TSV Weinsberg zählen auch zum Favoritenkreis; ebenso Drittliga-Absteiger SG Köndringen/Teningen.

Wie ist die Aufstiegsregelung?

Wegen der Reduzierung der 2. Bundesliga gibt es nach dieser Saison nur zehn Aufsteiger in die 3. Liga aus allen zwölf Oberligen in Deutschland, bisher waren es zwölf. Der Meister steigt also nicht direkt auf, sondern muss eine Relegation spielen.