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24.07.2016

Streit um Videoberichterstattung: Fußball-Verband siegt vor Gericht gegen Verlage

München. Im Streit um die Videoberichterstattung vom Amateurfußball hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Landgericht München I einen Erfolg erzielt. Eine Klage der „Mittelbayerischen Zeitung“ und weiterer Verlage wurde abgewiesen. Damit bestätigten die Richter im Hauptsacheverfahren die Rechtsposition des BFV. Der Rechtsanwalt der Verlage kündigte an, in Berufung vors Oberlandesgericht zu gehen.

Die Zeitungen, die auch mit Bewegtbildern von Spielen der Amateurligen berichten wollen, wehren sich gegen die Akkreditierungsbestimmungen. Darin wird den Vereinen auferlegt, Kamerateams nicht zu akkreditieren, sofern diese keine Lizenzgebühren an den BFV zahlen oder ihr Material nicht kostenlos der Verbandsplattform bfv.tv zur Verfügung stellen. Die Gebühren betragen zwischen 250 Euro (Landesliga) und 1000 Euro (Regionalliga) pro Spiel. Die Verlage werfen dem BFV vor, seine Monopolstellung auszunutzen und die Gemeinnützigkeit zu missachten. Der Badische Fußballverband hat ähnliche Regeln auch für sein Einzugsgebiet aufgestellt. Daher gibt es auf PZ-news.de seit der vergangenen Saison keine Spielvideos mehr zu sehen.