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Dran am Mann, aber immer fair: Zweikampf zwischen Timo Brenner vom FC Nöttingen (rechts) und Hakan Calhanoglu vom Karlsruher SC. Hennrich
Freundschaftliche Umarmung: Die Trainer Michael Wittwer (links) und Markus Kauczinski.
16.05.2013

Stressfreie Tage in Nöttingen nach Pokalfinale

Badisches Pokalfinale gegen den Karlsruher SC verlief ganz entspannt. Jetzt locker in das letzte Oberliga-Heimspiel gegen Freiberg.

Bildergalerie: Szenen vom BFV-Pokalfinale FC Nöttingen - KSC

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Das badische Pokalfinale mit der 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC am Mittwoch in Forst können die Kicker des FC Nöttingen schnell abhaken. Bereits am Samstag (15.30Uhr) wartet mit der Partie gegen die SG Freiberg das letzte Oberliga-Heimspiel der Saison auf das Team von Michael Wittwer. Die Gastgeber wollen sich mit einer guten Leistung von ihren Fans verabschieden, den vierten Platz, der als Saisonziel ausgegeben war, untermauern.

Bildergalerie: KSC schlägt FC Nöttingen im BFV-Pokalfinale mit 1:0

Und die Nöttinger können das Spiel ganz stressfrei angehen. Stress pur waren hingegen in den vergangenen drei Jahren die badischen Pokal-Endspiele. Jedes Mal ging es um den Einzug in den DFB-Pokal. Es ging um sehr viel Geld und die Chance auf ein großes Spiel. 2010 und 2011 unterlag Nöttingen im Finale jeweils dem Drittligisten SV Sandhausen, 2012 gewann das Team von Michael Wittwer dann im Elfmeterschießen gegen den Oberliga-Konkurrenten Spvgg Neckarelz.

Nöttinger Dank an den KSC

So gesehen war das Finale 2013 in Forst gegen den Drittligisten Karlsruher SC Entspannung pur, weil beide Teams schon vor dem Anpfiff für den DFB-Pokal qualifiziert waren. Nicht umsonst sprach FCN-Coach Michael Wittwer – bei aller Enttäuschung über das 0:1 – vom Freundschaftsspielcharakter der Partie. Kaum Fouls, keine übertriebene Härte, keine einzige Gelbe Karte. Der Nöttinger Vorsitzende Dirk Steidl brachte es auf den Punkt: „Wir sind dem KSC ja dankbar, dass er schon vor der Partie den Weg für uns in den DFB-Pokal freigemacht hat.“

Natürlich jubelten die Nöttinger Kicker nach dem Schlusspfiff nicht. Aber ihr Frust hielt sich – verglichen zum mit 0:1 verlorenen Pokalfinale 2010 an gleicher Stätte – deutlich in Grenzen.

Rund 2500 Zuschauer hatten sich am Mittwoch in Forst eingefunden, eine prächtige Kulisse für ein Pokalfinale. So richtig Stimmung kam aber nie auf. Nöttingen war bemüht, aber dem KSC genügte ein frühes Tor von Elia Soriano, um die Partie zu kontrollieren.

Die Karlsruher schonten den größten Teil ihrer Stammspieler. Eine der wenigen Ausnahmen war Hakan Calhanoglu. Der Spielmacher und Torjäger ließ sich nach der Pause einwechseln – auf eigenen Wunsch. Seine einfache Begründung: „Fußballspielen macht Spaß.“

Das gilt auch für den Nöttinger Mario Bilger, der zu Spielbeginn aber auf der Bank saß. Begeistert war er davon nicht. „Aber der Trainer hat gesagt, dass es Verlängerung geben könne und er mich deshalb später bringen will, weil ich zuletzt verletzt gefehlt hatte“, berichtet Bilger, der die beiden besten Chancen hatte, Nöttingen in diese Verlängerung zu schießen. Doch KSC-Keeper Mathias Moritz lenkte seinen 16-Meter-Schuss über die Latte (74. Minute) und bei seiner Großchance von halbrechts traf Bilger das Tor nicht (85.).

Theoretisch könnten sich der Karlsruher SC und Nöttingen ja sogar im DFB-Pokal wiedersehen, frühestens aber in Runde zwei. Der wohl nicht ganz ernst gemeinte Wunsch von KSC-Coach Markus Kauczinski („Ich wünsche mir Nöttingen für die erste Runde als Gegner“) kann nicht in Erfüllung gehen. Denn beide zählen in Runde eins zu den 32 Teams im sogenannten Amateurtopf, denen die 18 Erstligisten und die besten 14 Teams der 2. Liga zugelost werden.

Der Wunsch von Michael Wittwer, der sich Bayern München und Borussia Dortmund für Nöttingen und den Karlsruher SC in Runde eins wünscht, ist hingegen erfüllbar. Die Chance, dass einer der beiden eines der großen Lose zieht, ist mit 1:16 gar nicht so schlecht. Die Chance, dass beide deutschen Topteams nach Mittelbaden müssen, ist hingegen deutlich geringer – etwa 1:500.

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