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Dran am Mann, aber immer fair: Zweikampf zwischen Timo Brenner vom FC Nöttingen (rechts) und Hakan Calhanoglu vom Karlsruher SC. Hennrich 
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Freundschaftliche Umarmung: Die Trainer Michael Wittwer (links) und Markus Kauczinski. 

Stressfreie Tage in Nöttingen nach Pokalfinale

Badisches Pokalfinale gegen den Karlsruher SC verlief ganz entspannt. Jetzt locker in das letzte Oberliga-Heimspiel gegen Freiberg.

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Szenen vom BFV-Pokalfinale FC Nöttingen - KSC

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KSC schlägt FC Nöttingen im BFV-Pokalfinale mit 1:0

Nöttinger Dank an den KSC

Natürlich jubelten die Nöttinger Kicker nach dem Schlusspfiff nicht. Aber ihr Frust hielt sich – verglichen zum mit 0:1 verlorenen Pokalfinale 2010 an gleicher Stätte – deutlich in Grenzen.

Rund 2500 Zuschauer hatten sich am Mittwoch in Forst eingefunden, eine prächtige Kulisse für ein Pokalfinale. So richtig Stimmung kam aber nie auf. Nöttingen war bemüht, aber dem KSC genügte ein frühes Tor von Elia Soriano, um die Partie zu kontrollieren.

Die Karlsruher schonten den größten Teil ihrer Stammspieler. Eine der wenigen Ausnahmen war Hakan Calhanoglu. Der Spielmacher und Torjäger ließ sich nach der Pause einwechseln – auf eigenen Wunsch. Seine einfache Begründung: „Fußballspielen macht Spaß.“

Das gilt auch für den Nöttinger Mario Bilger, der zu Spielbeginn aber auf der Bank saß. Begeistert war er davon nicht. „Aber der Trainer hat gesagt, dass es Verlängerung geben könne und er mich deshalb später bringen will, weil ich zuletzt verletzt gefehlt hatte“, berichtet Bilger, der die beiden besten Chancen hatte, Nöttingen in diese Verlängerung zu schießen. Doch KSC-Keeper Mathias Moritz lenkte seinen 16-Meter-Schuss über die Latte (74. Minute) und bei seiner Großchance von halbrechts traf Bilger das Tor nicht (85.).

Theoretisch könnten sich der Karlsruher SC und Nöttingen ja sogar im DFB-Pokal wiedersehen, frühestens aber in Runde zwei. Der wohl nicht ganz ernst gemeinte Wunsch von KSC-Coach Markus Kauczinski („Ich wünsche mir Nöttingen für die erste Runde als Gegner“) kann nicht in Erfüllung gehen. Denn beide zählen in Runde eins zu den 32 Teams im sogenannten Amateurtopf, denen die 18 Erstligisten und die besten 14 Teams der 2. Liga zugelost werden.

Der Wunsch von Michael Wittwer, der sich Bayern München und Borussia Dortmund für Nöttingen und den Karlsruher SC in Runde eins wünscht, ist hingegen erfüllbar. Die Chance, dass einer der beiden eines der großen Lose zieht, ist mit 1:16 gar nicht so schlecht. Die Chance, dass beide deutschen Topteams nach Mittelbaden müssen, ist hingegen deutlich geringer – etwa 1:500.