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Stuttgart-München: offene Trainerfrage beim VfB-Gomez auf Ersatzbank © dpa
25.01.2013

Stuttgart-München: Offene Trainerfrage beim VfB-Gomez auf Ersatzbank

Die Vertragsverlängerung von Trainer Bruno Labbadia beim VfB Stuttgart zieht sich weiter hin. «Der Cheftrainer ist ganz entspannt, ich auch», sagte Fredi Bobic, der Sportdirektor des schwäbischen Fußball-Bundesligisten, vor dem Süd-Schlager gegen den FC Bayern München am Sonntag.

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«Wir sind voll im Zeitplan. Ich verstehe die Aufregung nicht. Es knirscht nicht zwischen uns. Der Fokus liegt klar auf Bayern», sagt Bobic.Labbadia betonte am Freitag ebenfalls, dass wegen der vielen Spielerverpflichtungen nur wenig Zeit für seine Verhandlungen geblieben sei. «Wir haben uns zweimal über den Vertrag unterhalten.» Prinzipiell sei von beiden Seiten der Wunsch da. «Aber jetzt ist der FC Bayern wichtig», sagte er.

Labbadia bezeichnete den deutschen Rekordmeister als den «in Europa, in der Welt am besten aufgestellten Club neben dem FC Barcelona». München verfüge über eine «Wahnsinnsqualität». Sein Team müsse «einen Top-Tag erwischen». Der VfB könne Bayern schlagen, müsse dann aber «am absoluten Top-Level spielen» und dürfe sich keinen Ausfall leisten.

Ex-Fußballspieler des VfB Stuttgart und Bayern-Torjäger Mario Gomez wird sich auch bei seiner Rückkehr mit dem FC Bayern nach Stuttgart ebenso wie Arjen Robben erneut mit einer Joker-Rolle begnügen müssen. Trainer Jupp Heynckes deutete an, dass er bei dem Bundesliga-Auswärtsspiel an diesem Sonntag zunächst auf die Spieler des 2:0-Sieges zum Rückrundenstart gegen Greuther Fürth setzen möchte. «Im Moment ändert man ganz wenig», sagte Heynckes am Freitag. Erst mit Beginn der «Englischen Wochen» sei «es klar, dass ich dann wieder rotieren werde».

Im Angriff dürfte damit erneut Mario Mandzukic den Vorzug gegenüber Fußball-Nationalstürmer Gomez erhalten, der in den vergangenen sechs Spielen gegen Stuttgart neun Tore erzielen konnte. Mandzukic hatte vorige Woche gegen Fürth beide Treffer markiert und konnte sich in der Winterpause einen Vorsprung auf Gomez erarbeiten, der zeitweise wegen einer Blessur am Fuß pausieren musste. Darum sei klar, dass er als Trainer erstmal Mandzukic spielen lasse, sagte Heynckes: «Das ist das Gesetz in einer Fußball-Mannschaft.»

Trotz eines «zuletzt sehr guten Laufes» gegen die Stuttgarter rechnet Heynckes mit einem schweren und aufregenden Auswärtsspiel. «Das wird kein Spaziergang. Das ist ein Klassiker, ein Südderby, immer emotional aufgeladen», erklärte er.